Bahnverkehr

Ab April fährt ein Nachtzug von Berlin in die Prignitz

Wer als Brandenburger abends ein Sportevent oder ein Konzert in Berlin besuchen will, braucht ein Auto. Ab April ändert sich das.

Die Ostdeutsche Eisenbahn (Odeg) lässt einen Nachtzug fahren

Die Ostdeutsche Eisenbahn (Odeg) lässt einen Nachtzug fahren

Foto: Florian Kleinschmidt / ZB

Ab Anfang April soll es an den Wochenenden wieder einen Nachtzug zwischen Berlin, dem Havelland und der Prignitz geben. Das Land Brandenburg hat nach einem erfolgreichen Test im Vorjahr bei der Ostdeutschen Eisenbahn (Odeg) ein solches Angebot bestellt.

Das zusätzliche Zugpaar im Takt des Regionalexpress RE2 soll es den Brandenburgern erleichtern, an den Wochenenden Kultur- und Sportveranstaltungen in Berlin zu besuchen.

„Theaterzug“ fährt ab Ostbahnhof

Der Spätzug fährt vom 3. April bis Ende September jeweils in der Nacht von Sonnabend zu Sonntag, Abfahrt ist jeweils 0.25 Uhr am Berliner Ostbahnhof, die Ankunft in Wittenberge soll um 2.11 Uhr sein. Bedient werden laut einer Mitteilung des brandenburgischen Infrastrukturministeriums die planmäßigen Halte der Linie RE2 bis Wittenberge. Zusätzlich stoppt der Zug in Albrechtshof, Seegefeld, Finkenkrug und Brieselang.

In den Zügen gilt der reguläre VBB-Tarif. Der Starttermin wurde auf Anfang April gelegt, weil an den Wochenenden im Februar und im März mehrere Baumaßnahmen an der Strecke geplant sind. Das Angebot ist zunächst auf dieses Jahr beschränkt. Die Landesregierung will zunächst sehen, wie die Auslastung ist. Im Herbst soll denn die Entscheidung fallen, ob der „Theaterzug“ auch im nächsten Jahr wieder fährt.

Bahnkunden-Verband begrüßt das Angebot

Der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) begrüßte die Entscheidung. „Zwar fahren die Züge nur an den Wochenenden und nur bis zum 25. September, aber als Kompromiss ist diese Entscheidung durchaus vertretbar“, sagte der DBV-Landesvorsitzende Frank Böhnke. Der DBV geht davon aus, dass bei guter Nachfrage eine Weiterbestellung selbstverständlich sei.