Oranienburg

Familie saß bei Eiseskälte in Bahnhofslift fest

In Oranienburg hat eine Familie für eineinhalb Stunden in bitterer Kälte in einem Aufzug am Bahnhof festgesteckt bis endlich Hilfe kam.

Ein Paar mit einem zweijährigen Kind war in Oranienburg bei grimmiger Kälte eineinhalb Stunden in einem Bahnhofs-Fahrstuhl gefangen. Die Deutsche Bahn bestätigte einen „Tagesspiegel“-Bericht vom Dienstag.

Der Zeitung zufolge war die Familie am Sonntagmittag zwischen zwei Etagen steckengeblieben. Demnach meldete sich nach Drücken des Notrufknopfes eine Stimme und teilte mit, es könne schon „ein bisschen dauern, vielleicht dreißig Minuten“, bis die drei befreit würden. Allerdings vergingen 90 Minuten, wie die Bahn bestätigte. Am Tag der Liftpanne herrschten in Brandenburg Minusgrade. Schließlich musste die Berufsfeuerwehr anrücken und die Familie befreien.

Passanten bemerkbar machen konnten sich drei Eingeschlossenen nicht, sie steckten bis auf einen schmalen Sehschlitz im Schacht. Die Familie hielt sich mit Füßetrampeln und Händeklatschen warm. Auch Körperwärme habe „den Lift ein bisschen aufgeheizt“, sagte die Mutter.

Ursache des Ausfalls sei „ein technischer Defekt im Zusammenhang mit der Kälte“ gewesen, so ein Bahnsprecher. Einen Tag später sei es dort erneut zu einem Ausfall gekommen, dieses Mal aber kurz. Die Kälte sei diesmal „schnell und heftig“ gekommen, sagte er. Die Bahn bemühe sich, Fahrstuhl-Störungen so schnell wie möglich zu beheben.