Sicherheit

Brandenburger Polizei rüstet mit Sturmgewehren auf

Die Brandenburger Polizei will sich mit zusätzlichen Spezialeinheiten und schweren Waffen besser gegen mögliche Terrorattacken wappnen.

Mehr Spezialkräfte und bessere Ausstattung: Nach den Anschlägen von Paris will sich die Brandenburger Polizei besser gegen mögliche Terrorattacken wappnen. Unter anderem soll es statt wie bislang drei künftig vier Gruppen des Spezialeinsatzkommandos (SEK) geben, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums am sagte.

Die Einheiten kümmern sich etwa um Terrorbekämpfung und Geiselnahmen. Alle dortigen Einsatzkräfte werden bis Ende des Jahres mit Sturmgewehren ausgestattet. Die schusssichersten Westen tragen sie den Angaben zufolge bereits.

Auch beim Mobilen Einsatzkommando (MEK) soll das Personal aufgestockt werden. Die Zahl der Gruppen wird von vier auf fünf gesteigert. Die Teams sind vor allem für die Observation von Verdächtigen zuständig. In beiden Einsatzkommandos sollen jeweils mehr als zehn Beamte hinzu kommen. Die Stellen wurden intern bereits ausgeschrieben.

In den Polizeiinspektionen sind ebenfalls Verbesserungen geplant. Im kommenden Jahr sollen dort und in Teilen der Bereitschaftspolizei neue Maschinenpistolen angeschafft werden, die über eine größere Reichweite und höhere Treffergenauigkeit verfügen als die bisherigen Modelle. Beamte könnten auf bis zu 200 Meter Entfernung besser treffen, hieß es. Zudem sind auch in diesen Bereichen schusssichere Westen der höchsten Schutzklasse vorgesehen.

Das SEK soll indes das Sturmgewehr G36 bekommen, das bisher von der Bundeswehr genutzt wird. Umstritten ist, ob die Waffe treffsicher genug ist. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will das G36 ausmustern. Laut einer Studie loben Soldaten das Gewehr hingegen.

Beim Brandenburger Landeskriminalamt (LKA) war die Ermittlungskommission im Kampf gegen Terrorismus in diesem Jahr bereits durch zusätzliches Personal verstärkt worden.