Jüterbog

Anschlag auf Jugendclub - Nun ermittelt der Staatsschutz

Böller haben eine evangelische Begegnungstätte in Jüterbog verwüstet. Die Kirche vermutet, dass Rechtsradikale dahinter stecken.

Durch die Detonation entstand ein Schaden von etwa 2500 Euro

Durch die Detonation entstand ein Schaden von etwa 2500 Euro

Foto: Julian Stähle / dpa

Nach dem Anschlag auf einen evangelischen Jugendclub in Jüterbog (Teltow-Fläming) am Freitagabend vermutet die Kirchengemeinde einen rassistischen Hintergrund. Der Staatsschutz schaltete sich in die Ermittlungen ein.

Die Gemeindeverantwortlichen sähen einen Zusammenhang mit einer fremdenfeindlichen Demonstration am Freitagabend, teilte eine Sprecherin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz am Sonnabend mit. In dem Jugendclub finde ein regelmäßiges Begegnungscafé mit Flüchtlingen statt. Die Gemeinde geht von einer gezielten Einschüchterungsaktion aus. Die Polizei wollte sich zu den Hintergründen nicht äußern.

Am späten Freitag hatten unbekannte Täter Pyrotechnik im Clubhaus gezündet. um Zeitpunkt der Detonation am Freitagabend hätten sich keine Menschen in dem Gebäude aufgehalten, teilte die Polizei am Sonnabendmorgen mit. Es entstand ein Schaden von etwa 2500 Euro.

Durch die Druckwelle wurden die Fensterscheiben und das Mobiliar beschädigt. Auch Teile der Deckenverkleidung fielen herunter.

Am Freitagabend waren in Jüterbog Hunderte Menschen für und gegen Flüchtlinge auf die Straße gegangen. „Dabei blieb alles ruhig“, sagte der Sprecher weiter.