Waldbrandgefahr

Bereits 26 Waldbrände in Brandenburg in diesem Frühling

Wenig Regen und steigende Temperaturen sorgen für eine große Waldbrandgefahr in Brandenburg. In diesem Frühjahr musste die Feuerwehr schon zu zahlreichen Bränden ausrücken.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Nach einem sehr trockenen Frühjahr sind in Brandenburg schon früh Waldbrände ausgebrochen. Bislang habe es bereits 26 Feuer auf einer Fläche von insgesamt rund 15 Hektar gegeben, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte vom Landesbetrieb Forst, Raimund Engel, am Montag in Potsdam. „Allein heute hat es in den Landkreisen Oder-Spree und Teltow-Fläming viermal gebrannt.“, So seien auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterborg fünf Hektar Wald in Brand geraten. Auch eine Böschung und ein Waldstück an einer Landstraße bei Speerenberg brannten.

„Aus dem Autofenster geworfene Zigarettenkippen sind eine Hauptursache für die Brände“, warnte Engel. Daneben komme es immer wieder zu Brandstiftung. „So gab es im Landkreis Oberhavel an einem Tag an drei verschiedenen Stellen Brände“, sagte Engel. „Da ist mit ziemlicher Sicherheit von Brandstiftung auszugehen.“ Angesichts der Trockenheit und der steigenden Temperaturen werde die Waldbrandgefahr in den kommenden Tagen weiter steigen.

Mit durchschnittlich 250 Waldbränden pro Jahr sei Brandenburg das am meisten gefährdete Bundesland, sagte Engel. Die insgesamt 1,1 Millionen Hektar Wald werden mit mehr als hundert Kameras überwacht. „Diese registrieren in bis zu 20 Kilometer Entfernung jede Rauchentwicklung.“ Engel verwies darauf, dass Rauchen sowie jegliches Feuer oder Grillen im Wald und in einem Abstand von 50 Metern verboten ist. „Wenn die Kameras dies registrieren, rückt die Feuerwehr aus, und dann wird es teuer“, warnte er.