Bluttat in Brandenburg

Schwer verletzter Mann ruft Polizei zu Leiche - Festnahme

Die Leiche eines 66-Jährigen liegt in einem Keller in Ostbrandenburg. Sein Nachbar gibt laut Polizei an, dem Mann Gewalt angetan zu haben. Doch warum ist er selbst schwer verletzt?

In Ostbrandenburg hat sich möglicherweise ein Nachbarschaftsdrama abgespielt: Die Leiche eines 66-Jährigen wurde am Dienstag im Keller seines Wohnhauses in Brieskow-Finkenheerd (Oder-Spree) gefunden. Gegen einen 54-Jährigen wird wegen Totschlags ermittelt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) gemeinsam mitteilten. Dieser sei „sehr schwer verletzt“ und liege im Krankenhaus, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Männer wohnten beide in dem Mehrfamilienhaus.

Wie genau der 66-Jährige ums Leben kam, wollten die Ermittler zunächst nicht sagen. Die Obduktion der Leiche stehe noch aus, sei aber bereits veranlasst worden, fügte der Sprecher hinzu. Der Tatverdächtige sei wegen seines Gesundheitszustands noch nicht vernommen worden.

Verdächtiger war als vermisst gemeldet worden

Die Polizei stieß nach eigenen Angaben erst durch einen Hinweis des 54-Jährigen auf die Leiche. Der Tatverdächtige war zuvor von den Beamten gesucht worden, weil er zur Mittagszeit als vermisst gemeldet worden war. Wenig später wurde er in der Nähe seines Wohnhauses mit schweren Verletzungen gefunden. Der Polizei habe er dort gesagt, dass er dem 66-Jährigen Gewalt angetan habe. Daraufhin gingen Polizisten in den Keller des Wohnhauses und fanden die Leiche.