Müggelsee

Feuerwehr rettet Eisläufer in letzter Sekunde

Trotz der Warnung von Polizei und Feuerwehr sind am Wochenende mehrere Menschen auf dem vereisten Müggelsee eingebrochen. Ein Schlittschuhläufer konnte dabei nur unter höchster Lebensgefahr gerettet werden.

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Allen Warnungen von Polizei und Feuerwehr zum Trotz, Eisflächen zu betreten, haben sich am Wochenende mehrere Menschen in akute Lebensgefahr gebracht. So mussten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Wasserschutzpolizei am Sonntagnachmittag am Südufer des Müggelsees in Köpenick eingreifen, weil trotz des bereits tagelangen Tauwetters kurz nacheinander zunächst ein Eissegler und dann, ganz in der Nähe, ein Schlittschuhläufer das brüchige Eis betreten und eingebrochen waren.

Während sich der 17 Jahre alte Eissegler ohne sein Sportgerät selbst ans Ufer retten konnte, musste der 51 Jahre alte Schlittschuhläufer bei einem dramatischen Einsatz aus dem Wasser gezogen werden. Die Einsatzkräfte mussten sich mit Leinen und Rettungsringen gegenseitig sichernd zu dem Schlittschuhläufer vorarbeiten. Nach mehreren Minuten, die der völlig erschöpfte 51-Jährige im eiskalten Wasser verbracht hatte, konnte er auf einer Trage an Land gebracht werden. Der stark unterkühlte Mann wurde am Ufer in Höhe der Straßen Zum Müggelhort zunächst medizinisch versorgt und dann mit dem ADAC-Rettungshubschrauber ins DRK-Klinikum Köpenick geflogen. Zu seinem Gesundheitszustand konnte die Polizei am Abend keine Angaben machen. Später wurde auch noch der Eissegler des Jugendlichen geborgen.

Bereits am Sonnabendnachmittag waren 30 Feuerwehrleute am Müggelsee im Einsatz, um einen anderen Eissegler zu retten. Der Mann war in der Nähe des Müggelschlößchenweges mit einem Eissegler eingebrochen. Nach Feuerwehrangaben lag die Unglücksstelle jedoch nicht so weit vom Ufer entfernt. Dennoch musste auch dieser Mann nach notärztlicher Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.