Windhose in Mühlberg

Tornado-Schäden kosten 20 Millionen Euro

Der Tornado, der zu Pfingsten den Ort Mühlberg verwüstet hat, hat einen Millionen-Schaden verursacht. Die Windhose deckte Dächer ab und knickte Bäume um. Arbeitslose räumen jetzt auf.

Der verheerende Tornado vom Pfingstmontag hat in der südbrandenburgischen Kleinstadt Mühlberg (Kreis Elbe-Elster) einen Schaden von etwa 20 Millionen Euro angerichtet. Diese Zahl nannte Landrat Christian Jaschinski (CDU) am Dienstag nach einem Besuch bei der CDU-Landtagsfraktion in Potsdam. Allein in Mühlberg und Umgebung seien 439 Grundstücke stark betroffen. Allein die Schäden an den Dächern im Sanierungsgebiet der historischen Altstadt würden auf 10.000 Euro geschätzt, sagte der Landrat.

Die Windhose hatte in nur wenigen Minuten eine etwa 80 Kilometer lange Schneise der Verwüstung zwischen der Elbestadt Mühlberg und der benachbarten sächsischen Stadt Großenhain geschlagen. Ein sechsjähriges Mädchen kam in Großenhain ums Leben, mehr als 40 Menschen wurden dort verletzt.

Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Dieter Dombrowski sicherte Jaschinski auch mit Blick auf künftige Naturkatastrophen zu, die Anregung für einen Notfall-Hilfsfonds des Landes weiterzuverfolgen.

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Unterdessen kommen die Aufräumarbeiten in Mühlberg voran, seit Dienstag helfen auch 15 Arbeitslose in beschädigten Grünanlagen. „Wir haben in der vergangenen Woche viel geschafft, aber noch können wir nicht aufatmen“, berichtete Bürgermeisterin Hannelore Brendel (parteilos). „Viele Schäden an den Gebäuden konnten relativ schnell repariert werden, aber es dauert Jahrzehnte, ehe die neuen Bäume wieder so groß werden wie die alten.“

Der Wirbelsturm, der Spitzen bis 250 Stundenkilometer erreichte, hatte viele Dächer abgedeckt und hundertjährige Bäume im Mühlberger Klosterpark und in anderen Parkanlagen entwurzelt. Das Bruchholz soll weiter gesammelt und ab kommende Woche verkauft werden.

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