Darmkeim

Coli-Alarm nun auch im Raum Eberswalde

Rund 10.000 Potsdamer müssen zurzeit ihr Trinkwasser abkochen. Denn darin befinden sich Coli-Bakterien. Nun wurden die Keime auch in anderen Brandenburger Gemeinden entdeckt. Wie die Keime in die Leitungen kamen, ist unklar.

Foto: picture-alliance / ZB

Nicht nur in Potsdam sondern auch in mehreren Gemeinden im Landkreis Barnim sind Coli-Bakterien im Trinkwasser entdeckt worden. Dies bestätigte der Abwasserzweckverband in Eberswalde am Freitag dem RBB. Betroffen seien im Raum Eberswalde-Chorin etwa 6000 Anwohner.

Wie in Potsdam sei auch im Barnim unklar, wie die Bakterien ins Trinkwasser geraten seien. Das Potsdamer Gesundheitsamt hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass Coli-Bakterien im Stadtteil Babelsberg gefunden worden. Etwa 10.000 Menschen in 3700 Haushalten sind laut Gesundheitsamt betroffen. In der Gegend gab es Bauarbeiten an den Leitungen. Dies könnte der Grund für die Verunreinigung sein.

Für andere anderen Leitungen in Potsdam Amtsärztin Karola Link am Donnerstag Entwarnung. Es seien dort keine Keime gefunden worden. Von den Coli-Bakterien im Trinkwasser von Babelsberg geht nach Meinung der Amtsärztin Karola Linke keine große gesundheitliche Gefahr aus. Die Konzentration sei auch durch Spülung der Rohre nicht sehr hoch, sagte sie. Da Coli-Bakterien aber gar nichts im Trinkwasser zu suchen haben, werde zum Abkochen geraten.

Der Potsdamer Versorger Energie und Wasser GmbH (EWP) hat in Handzetteln an die betroffenen Haushalte verteilt. Wenn das Wasser drei Minuten gekocht wird, seien alle krankheitserregenden Mikroorganismen zerstört, hieß es. Im betroffenen Gebiet gebe es umfangreiche Rohrnetzspülungen, um die Verunreinigung zu beseitigen. Zudem seien nach der ersten Spülung Proben genommen worden. Eine zuverlässige Auswertung nehme 48 Stunden in Anspruch, hieß es. Ergebnisse sollen an diesem Sonnabend vorliegen.

Coli-Bakterien können ansteckende Durchfallerkrankungen hervorrufen. Bei den Babelsberger Ärzten blieb aber es bislang ruhig. Es gab einige besorgte Anrufe, aber keine Häufung entsprechender Erkrankungen.

Hotline beim Gesundheitsamt Potsdam: 0331-289 2372 und 0172-3917302