Glatteis

Zahlreiche Unfälle und ein Toter in Brandenburg

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Einen Toter und mehrere Verletzte gab es bei zahlreichen Glatteis-Unfällen in Brandenburg. Auf der A13 kam es zudem zu einem kilometerlangen Stau, die B102 war über eine Stunde lang gesperrt.

Glatteis hat auch am Donnerstag wieder zu zahlreichen Unfällen in Brandenburg geführt. Dabei ist ein 57 Jahre alter Mann gestorben, mehrere Menschen wurden verletzt. Landesweit gab es laut Polizei von Mitternacht bis 12 Uhr 141 Unfälle, von denen etwa 60 witterungsbedingt waren. „Besondere Schwerpunkte gab es dabei nicht“, sagte eine Sprecherin in Potsdam. Am Morgen sei noch vor allem der Süden Brandenburgs betroffen gewesen. Im Laufe des Tages krachte es dann aber im ganzen Land. Ab dem Mittag entspannte sich die Lage deutlich.

Der 57-Jährige kam als Beifahrer bei einem Unfall auf eisglatter Straße bei Golßen (Dahme-Spreewald) ums Leben. Der Mann saß in einem Auto, dessen Fahrer auf der Bundesstraße B56 zwischen Golßen und Zützen die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. Der Wagen rutschte von der Fahrbahn und prallte mit der linken Seite gegen einen Baum, wie das Polizeipräsidium in Frankfurt (Oder) mitteilte. Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen.

Die Polizei warnt nach wie vor vor der Witterung. „Insbesondere in den Morgenstunden ist immer wieder mit Glätte zu rechnen“, sagte eine Sprecherin in Potsdam. Wegen der Schulferien sind derzeit nicht so viele Menschen unterwegs wie sonst. Deswegen hält sich die Zahl der Unfälle nach Polizeiangaben im Rahmen. Auf der Autobahn 13 kam es nach einem Unfall zwischen Teupitz und Groß Köris (Dahme-Spreewald) zu einem kilometerlangen Stau. Ein Lastwagen war ins Schleudern gekommen und gegen die Leitplanke geprallt. Dadurch wurde der Tank aufgerissen. Mehrere hundert Liter Dieselkraftstoff verschmutzten die Fahrbahn. Deshalb musste die Autobahn voll gesperrt werden. Die Schadenshöhe beträgt mehrere zehntausend Euro.

Auf der Landstraße bei Stolzenhain (Elbe-Elster) geriet eine Frau mit ihrem Auto bei glatter Fahrbahn ins Rutschen. Sie stieß mit einer entgegenkommenden Radfahrerin zusammen und verletzte die 69-Jährige schwer. Von überfrorenen Straßen durch Regen auf dem Frostboden war im Landessüden vor allem der Osten des Spree-Neiße-Kreises betroffen. Dort kam es nach Angaben der Polizei auf vielen Straßen zu Unfällen, auch im Cottbuser Stadtgebiet. In der Regel sei es aber bei Blechschäden geblieben.

Auf dem Gelände einer Tankstelle an der Autobahn 117 in Waldeck West (Oder-Spree) verlor der Fahrer eines Transporters die Kontrolle über sein Fahrzeug und rutschte gegen eine Zapfsäule. Diese hielt dem Aufprall allerdings stand und wurde lediglich deformiert.

Glück hatte ein Autofahrer im Landkreis Teltow-Fläming. Er war mit seinem Wagen von der Straße zwischen Heinersdorf und Birkenhain abgekommen. Das Auto überschlug sich, doch der Fahrer blieb unverletzt. Ebenfalls in Teltow-Fläming wurde ein 32 Jahre alter Autofahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt. In Nonnendorf war er frontal gegen einen entgegen kommenden Wagen gefahren. Der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Bundesstraße 102 war für anderthalb Stunden gesperrt.

Am Mittwoch war es wegen der Witterungsverhältnisse bereits zu zahlreichen Unfällen im ganzen Land gekommen. Ein 82-Jähriger war dabei nach einem Frontalzusammenstoß in Märkisch-Oderland gestorben.