Klimaschutz

Teltow plant Abwrackprämie für Fahrräder

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Auch Fahrräder altern bekanntermaßen, warum wracken wir verschlissene Drahesel nicht einfach ab? So lautet ein aktueller Aufruf der Fraktionen von SPD, Linke und Grünen an. Diese Schrottvergütung soll sogar weitaus mehr bringen als nur das alte Teil aus der Garage.

Eine Abwrackprämie für alte Fahrräder will die Stadt Teltow von Oktober an zahlen. Die ersten 100 Teltower, die sich bei einem Händler im Ort ein neues Rad kaufen und ihr altes abgeben, sollen 50 Euro aus dem städtischen Haushalt bekommen, sagte Stadtsprecherin Andrea Neumann am Mittwoch.

Allerdings: Verschrottet werden die ausgedienten Drahtesel nicht. Sie sollen von Azubis oder Ein-Euro-Jobbern aufgemöbelt und für einen guten Zweck weitergegeben werden - insofern sei der Name Abwrackprämie etwas irreführend. Die Stadtverordneten wollen das Vorhaben endgültig nächste Woche absegnen.

Ziele des Vorstoßes der Fraktionen von SPD, Linke und Grünen in Teltow sind bessere Luft und weniger Autoverkehr. Das Potsdamer Verkehrsministerium nannte die Idee der südlich von Berlin gelegenen Stadt "pfiffig". Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club sprach von einer schönen Initiative und verweist auf den Erfolg der Abwrackprämie für Fahrräder in Mannheim.

Um an die 50 Euro zu gelangen, muss das neue Gefährt ein City-Bike sein. Rennräder, Mountainbikes und Kinderräder werden nicht subventioniert. Angenommen werden zudem nur "im Grundsatz fahrbereite Alt-Räder".

Kritik kommt vom Teltower FDP-Fraktionschef Hans-Peter Goetz. Er meint, es sei besser, sich erst mal um bessere Radwege zu kümmern.

( dpa )