Gefährlicher Fund

Bombodrom-Gelände wegen scharfer Minen gesperrt

Auf dem Gebiet des Bombodroms in Kyritz-Ruppiner Heide sind scharfe Anti-Personenminen aus den 80-er Jahren gefunden worden. Die Fundstelle galt bisher als bombenfrei. Nun werden weite Teile des ehemaligen Truppenübungsplatzes für Besucher gesperrt.

Scharfe Anti-Personenminen sowjetischer Bauart sind auf dem „Bombodrom“ der Bundeswehr in der Kyritz-Ruppiner Heide bei Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) entdeckt worden. Deshalb müssen jetzt weite Teile des Truppenübungsplatzes für Besucher gesperrt werden. Bisher wurden neun sogenannte Schmetterlingsminen entdeckt, die mit Flüssigsprengstoff gefüllt sind, sagte ein Sprecher der Bundeswehr in Wittstock.

Die Fundstelle habe als eigentlich sicheres Gebiet gegolten. Die gefährlichen Minen seien zufällig bei einer Besichtigung entdeckt worden. Die Sprengkörper stammten vermutlich aus dem Jahr 1988 und seien wohl damals irrtümlicherweise von einem russischen Raketenwerfer abgefeuert worden.

Das Verteidigungsministerium hatte im Juli nach einem 17 Jahre dauernden Rechtsstreit mit der Bürgerinitiative Freie Heide auf die Nutzung des Geländes als Luft-Boden-Schießplatz verzichtet. Wie das 14 000 Hektar große Wald- und Heidegebiet an der Grenze zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern künftig zivil genutzt werden soll, ist ungeklärt.