Razzia

Brandenburger Neonazis verunglimpfen den Staat

Die Bundesrepublik Deutschland sei ein "feiger und erbärmlicher Staat". So stand es auf Flugblättern, die in Sachsen aufgetaucht sind. Die Spur führte die Ermittler nach Brandenburg, zu den so genannten "Freien Kräfte Teltow-Fläming". Bei einer Razzia wurden nun Wohnungen von Aktivisten der Gruppe durchsucht.

Polizei und Staatsanwaltschaft in Brandenburg gehen gegen den Rechtsextremismus im Landkreis Teltow-Fläming vor. Nach Informationen von Morgenpost Online durchsuchten Beamte bereits in der vergangenen Woche sechs Wohnungen bei Aktivisten der so genannten „Freien Kräfte Teltow-Fläming“.

Hintergrund ist ein Informationsblatt der Neonazis, auf dem die Bundesrepublik Deutschland als „feiger und erbärmlicher Staat“ betitelt wird, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Potsdam. Die Flugblätter seien in Sachsen entdeckt worden, die Beamten dort recherchierten, dass die Spur nach Brandenburg führt und informierten ihre Kollegen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Verunglimpfung des Staates. Bei der Razzia sind mehrere Computer und Unterlagen der Gruppe beschlagnahmt worden.

Die „Freien Kräfte Teltow-Fläming“ gehören zu den aktivsten rechtsextremen Netzwerken in Brandenburg. Sie selbst bezeichnen sich als „eine wachsende Gruppe junger Nationalisten, die sich zusammengeschlossen haben, um den Menschen in Teltow-Fläming die Missstände des BRD-Systems zu verdeutlichen und dafür eine nationale und soziale Alternative bieten“. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen ist einer der Aktivisten Anmelder einer geplanten Neonazi-Demonstration am kommenden Sonnabend in Luckenwalde.

( ali )