Brandstiftung

Feuer in Eisenhüttenstadt wurde gelegt

Ein Möbelmarkt in Eisenhüttenstadt ist vor wenigen Wochen ausgebrannt. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren stundenlang im Einsatz, um die Flammen zu löschen. Ein schwer Verletzter wurde gefunden. Er gilt als Hauptverdächtiger - denn nun steht fest, dass es sich um Brandstiftung handelte.

Der Großbrand in Eisenhüttenstadt, der vor zweieinhalb Wochen einen Möbelmarkt zerstört hatte, ist gelegt worden. Nach vorläufigen kriminaltechnischen Untersuchungen sei in einer Gaststätte in dem Gebäude Benzin vergossen und angezündet worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder). „Wir gehen von Brandstiftung aus.“ Als Tatverdächtiger gilt ein am Brandort schwer verletzt gefundener 33-jähriger Mann. Er liegt im künstlichen Koma und konnte noch nicht vernommen werden.

Das Feuer war am 21. März ausgebrochen und hatte ein Möbellager vernichtet. Am Tatort wurden zwei 20-Liter-Kanister für Kraftstoff gefunden. Das Feuer konnte erst mehr als 30 Stunden nach Ausbruch gelöscht werden. Der Tatverdächtige wohnt in Hamburg, stammt aber aus der Oderregion. Am Brandort waren Schlüssel eines Mietwagens und Dokumente des 33-Jährigen entdeckt worden.

Der Brand hatte rund 150 Feuerwehrleute stundenlang in Atem gehalten. Anwohner mussten wegen der starken Rauchentwicklung vorübergehend alle Fenster geschlossen halten. Der Schaden geht Schätzungen zufolge in die Millionen.