Kyritz-Ruppiner Heide

Ostermarsch führt über Bombodrom-Gelände

Das Aus für das Bombodrom in Nordbrandenburg steht - das bedeutet auch Veränderungen für die traditionelle Osterwanderung. In diesem Jahr wird der Friedensmarsch über das Gelände, und das ist sogar genehmigt. Die Demonstranten wollen die Bundeswehr ermahnen.

Nach dem Aus für das sogenannte Bombodrom führt die traditionelle Osterwanderung in Nordbrandenburg an diesem Sonntag erstmals amtlich genehmigt über die Kyritz-Ruppiner Heide. Die Bundeswehr habe dieses Mal zugestimmt, damit wolle man noch einmal nachdrücklich zivile Nutzungskonzepte für das rund 14000 Hektar große Militärgelände einfordern, sagte Barbara Lange von der Initiative „Freier Himmel“ am Mittwoch in Mirow (Mecklenburg-Strelitz).

Auf dem Gelände wollte die Bundeswehr ursprünglich einen Übungsplatz für Tiefflieger einrichten. Nach jahrelangem Widerstand gab das Bundesverteidigungsministerium im Juli 2009 seine Pläne für die Luftwaffe auf. Trotz zahlreicher Aufforderungen, unter anderem durch Brandenburg Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD), hat sich das Ministerium bisher nicht auf eine Nutzung festgelegt. Start der diesjährigen Osterwanderung ist in Schweinrich, Ziel ein alter russischer Gefechtsstand unweit der Straße zwischen Schweinrich und Flecken Zechlin (Ostprignitz-Ruppin).

Zu den Veranstaltern gehört auch die Unternehmervereinigung „Pro Heide“. Die bisherigen Organisatoren – die mehrfach für ihren friedlichen Widerstand ausgezeichnete Intitiative „Freie Heide“ aus Wittstock – ist nicht dabei. Unter anderem deshalb wird mit deutlich weniger Teilnehmern als in den Vorjahren gerechnet.