Landeshauptstadt

Potsdam wählt Oberbürgermeister im September

Das Innenministerium hat den Termin für die Wahl von Potsdams Oberbürgermeister bekannt gegeben. Am 19. September ist es so weit. Amtsinhaber Jann Jakobs (SPD) tritt wohl wieder an – womöglich erneut gegen Hans-Jürgen Scharfenberg (Linke), der wegen seiner Stasi-Vergangenheit umstritten ist.

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Die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam wählt am 19. September einen neuen Oberbürgermeister. Den Termin gab das Innenministerium am Freitag bekannt.

Erhält keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang die notwendige absolute Mehrheit, kommt es den Angaben zufolge am 3. Oktober zur Stichwahl. Aus ihr geht derjenige als Sieger hervor, der die einfache Stimmenmehrheit erreicht, wobei diese aber mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten ausmachen muss. Kommt selbst diese nicht zustande, würde die Stadtverordnetenversammlung den Oberbürgermeister bestimmen.

Für die SPD kandidiert voraussichtlich erneut Amtsinhaber Jann Jakobs, der 2002 nur mit hauchdünnem Vorsprung gegen seinen Konkurrenten Hans-Jürgen Scharfenberg von der damaligen PDS (heute Die Linke) gewann. Jakobs erhielt in der Stichwahl 50,15 Prozent der Stimmen, Scharfenberg kam auf 49,85 Prozent.

Der Linkspolitiker hat bereits angekündigt, wieder anzutreten, wenn seine Partei es will. Der 55-Jährige, der auch Abgeordneter im Landtag und in der Stadtverordnetenversammlung ist, war früher Inoffizieller Mitarbeiter des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit. Er hat seine Tätigkeit rückblickend als Fehler bezeichnet und hat sich dafür bei den Opfern des SED-Regimes entschuldigt. Allerdings sieht er seine Stasi-Arbeit nicht als Grund, auf eine Kandidatur bei der OB-Wahl zu verzichten.