Spatenstich

Bauarbeiten am Landtagsneubau sind angelaufen

In Form des alten preußischen Stadtschlosses wird der Neubau des Brandenburger Landtags entstehen. Nun sind die Bauarbeiten mit dem ersten Spatenstich gestartet. Bis die Landes-Abgeordneten einziehen können, werden allerdings noch mehrere Jahre vergehen.

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Für Brandenburgs Landtagsneubau sind am Donnerstag in Potsdam mit dem ersten Spatenstich die Bauarbeiten angelaufen. Das Gebäude wird in der Form des alten preußischen Stadtschlosses nach den Plänen des Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff (1699-1753) wieder entstehen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Residenz stark beschädigt und dann vom DDR-Staat 1959/60 abgerissen. Mit dem Landtagsbau wird der alten Potsdamer Mitte am Alten Markt wieder Leben eingehaucht.

Es habe ein Kompromiss zwischen dem Wunsch nach einer 1:1-Kopie und einem modernen funktionierenden Landtag gefunden werden müssen, erläuterte Landtagspräsident Gunter Fritsch. „Hier entsteht nicht das Schloss für einen König, sondern ein Schloss für den Landtag“, sagte er. Künftig gebe es angemessene Arbeitsmöglichkeiten für die Abgeordneten, aber auch Platz für öffentliche Veranstaltungen.

Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) betonte: „Das Parlament kommt endlich vom Berg in die Mitte der Stadt. Bislang sitzt der Landtag im „Kreml“ oberhalb der Stadt. Platzeck dankte dem Internetmilliardär Hasso Plattner, der mit seiner 20-Millionen-Euro- Spende einen entscheidenden Beitrag zur Realisierung der historischen Fassaden geleistet habe.

Am originalen Platz in der Stadtmitte Am Alten Markt wird die Preußenresidenz nach den Plänen des Dresdner Architekten Peter Kulka wiederaufgebaut. „Wir waren nicht ganz frei in unseren Plänen“, sagte er nach der Grundsteinlegung. „In einem fest gefügten Rahmen eines historischen Äußeren wird ein gut funktionierender Landtag entstehen.“ Grundsteinlegung soll im September sein. 2013 soll das Parlament seinen Betrieb aufnehmen.