Kommunalwahl

Ermittlungen gegen vier NPD-Kandidaten

Gegen vier der fünf Kandidaten der rechtsextremen NPD für die Stadtverordnetenversammlung in Guben und den Kreistag Spree-Neiße wird wegen verschiedener Straftaten ermittelt.

Zwei von ihnen würden der Körperverletzung verdächtigt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Cottbus. Einer der Männer war im Prozess um den Tod des Asylbewerbers Omar Ben Noui verurteilt worden. Bei den anderen Männern gebe es einen Anfangsverdacht wegen Sachbeschädigung. Sie sollen rechtsradikale Parolen auf Wände gesprüht haben.

Die Kandidatur eines verurteilten Gewalttäters für die NPD hatte Entsetzen ausgelöst. Sowohl Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner (FDP) als auch Landrat Dieter Friese (SPD) hatten ihr Unverständnis geäußert, dass sich ein rechtsextremer Straftäter für den Einzug in eine demokratische Volksvertretung bewerben darf. Beide Politiker riefen die Wähler auf, bei der Kommunalwahl am 28. September den Einzug der NPD zu verhindern. Der 28-jährige Asylbewerber Omar Ben Noui war 1999 in Guben auf der Flucht vor rechten Schlägern durch die Glasscheibe einer Haustür gesprungen und verblutet.