Wildtiere

Brandenburger Wolf wandert nach Thüringen aus

Bei Ohrdruf war ein junger Wolf gesichtet worden. Nun steht fest, woher da Tier kommt. Eine genetische Analyse hat ergeben: Das Weibchen ist auf Wanderschaft.

Foto: S.Böttner

Ein im Mai 2014 in der Nähe des Truppenübungsplatzes Ohrdruf in Thüringen gesichteter junger Wolf stammt aus dem Spremberger Rudel in der Lausitz. Es sei eine Wölfin der Zentraleuropäischen Wolfspopulation, teilte das Thüringer Naturschutzministerium am Mittwoch in Erfurt mit. Dies habe eine genetische Analyse der Losung im Labor für Wildtiergenetik im Senckenberg-Institut in Gelnhausen (Hessen) ergeben.

Das Tier sei auf Wanderschaft. Es konnte bereits mit einer Haarprobe vom 30. März bei Zwickau nachgewiesen werden. Das Wildbiologische Büro Lupus der Forschungseinrichtung in Spreewitz habe diese Analyse vorgenommen.

Vor rund 13 Jahren tauchten die bis dato in Deutschland als ausgerottet geltenden Tiere wieder in der Lausitz auf. Mittlerweile gibt es in der Brandenburger Region 15 Wolfsterritorien.

Nach Angaben des Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz besteht ein Wolfsrudel aus den Elterntieren sowie deren Welpen aus diesem und dem vorhergehenden Jahr. Ein Rudel umfasst etwa fünf bis zehn Tiere. Jungtiere verlassen im zweiten Lebensjahr das Territorium der Eltern und versuchen, selbst ein Rudel zu gründen. Dabei können Strecken von mehr als 1000 Kilometer innerhalb weniger Wochen zurückgelegt werden.

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