Spreewald

Erneut Brand in Sauna von Luxushotel „Zur Bleiche“

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Foto: Patrick Pleul / ZB

Vor zehn Jahren hatte ein Feuer in der Sauna des Spreewald-Resorts „Zur Bleiche“ einen Millionenschaden verursacht. Nun musste die Feuerwehr wieder anrücken - und wieder brannte es in der Sauna.

Knapp zehn Jahre nach einem Feuer in dem Spitzenhotel „Zur Bleiche“ im Spreewaldort Burg (Spree-Neiße) hat es dort erneut gebrannt.

Nach Angaben der Polizei wurde gegen 6.20 Uhr im Saunabereich Alarm ausgelöst. Um 8.35 Uhr war der Brand gelöscht. „Es bestand keine Gefahr für Gäste oder das Personal“, sagte eine Sprecherin in Cottbus. Keines der 90 Zimmer und auch keines der neun Restaurants seien betroffen. Die Brandursache ist noch unklar. Weil die Feuerwehr schnell eingriff, konnte sie verhindern, dass sich der Brand ausbreitete.

„Der Brandherd im Bereich der russischen Banja, einer speziellen Sauna, konnte lokal eingegrenzt werden. Das ist auch dem verantwortungsbewussten Handeln der Mitarbeiter und dem Funktionieren aller Sicherungsmaßnahmen zu verdanken. Auch die Feuerwehr hat eine tolle Arbeit geleistet“, sagte die Sprecherin des Hotels.

Im September 2003 hatte ein Feuer in der Landtherme des Hotels einen Millionenschaden verursacht. Damals hatten Experten als Ursache einen Kurzschluss in einem Saunaofen ermittelt. Das angrenzende Hotel war nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Zwei Menschen erlitten damals leichte Verletzungen. 2007 gab es erneut einen Vorfall. Gäste des Hotels wurden durch Reizgas verletzt. Eine Ursache konnte jedoch nie ermittelt werden.

Grundmauern von 1750

Das Luxushotel mit Spa und Wellnessbereich liegt mitten im Spreewald. Der Name des Hotels geht darauf zurück, dass Friedrich der Große dort 1750 einen Handwerksbetrieb gründen ließ, um Leinen für Armeeuniformen zu bleichen. Aus jenem Jahr stammen noch die Grundmauern des Gourmet-Restaurants „17fuffzig“. Es ist eines von mehreren Gebäuden, aus denen sich die Anlage auf dem 110.000 Quadratmeter großen Resort zusammensetzt. Zu DDR-Zeiten wurde sie als Ferienheim des Gewerkschaftsbundes benutzt.

Vor etwas mehr als 20 Jahren erwarben Christine und Heinrich Michael Clausing aus Garmisch den Komplex und entwickelten ihn zum Landhotel, das zur Spitzengruppe der deutschen Hotellerie gehört. Sie beschäftigen inzwischen 180 Mitarbeiter, fast alle kommen aus der Region. Doppelzimmer mit Halbpension inklusive Nutzung der Landtherme gibt es ab 280 Euro pro Nacht.

( dpa/bsm )