Jüterbog

Babyleiche – Staatsanwalt fordert lebenslänglich

Laut Staatsanwaltschaft hätten die Eltern von Anfang an geplant, das Kind in aller Heimlichkeit zur Welt zu bringen und es später umzubringen. Das Baby war im Juni 2009 getötet worden, seine Leiche war aber erst im Februar 2011 entdeckt worden.

Foto: dapd / dapd/DAPD

Nach dem gewaltsamen Tod eines Säuglings in Jüterbog (Teltow-Fläming) hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag lebenslange Freiheitsstrafen gegen die Eltern gefordert.

Vor dem Landgericht Potsdam plädierte die Strafverfolgung auf Mord aus niederen Beweggründen. Um Kosten für den Lebensunterhalt des Säuglings zu sparen, habe der 35-jährige Kindsvater das Baby mit Tritten auf den Kopf direkt nach der Geburt getötet. Die 38-jährige Mutter habe diese geduldet.

Laut Staatsanwaltschaft hätten beide von Anfang an geplant, das Kind in aller Heimlichkeit zur Welt zu bringen und es später umzubringen. Geburt und Tötung hätten sich am 2. Juni 2009 ereignet.

Der 35-Jährige habe die Babyleiche im Garten vergraben und anschließend einbetoniert. Erst Anfang 2011 haben Ermittler nach Zeugenhinweisen die Leiche entdeckt. Beide sitzen seit Februar 2011 in Untersuchungshaft.