Mordverdacht

Vater der toten Mädchen wird in Gefängnis verlegt

Der Vater der beiden in einem Auto verbrannten Mädchen wird aus dem Krankenhaus in die Justizvollzugsanstalt in Brandenburg/Havel verlegt. Der Däne, der selbst schwere Brandverletzungen erlitten hatte, steht unter dringendem Mordverdacht.

Der nach dem Feuertod seiner beiden Kinder unter Mordverdacht stehende dänische Familienvater wird voraussichtlich noch diese Woche in die Justizvollzugsanstalt Brandenburg/Havel überstellt. Entscheidend sei sein Gesundheitszustand, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam am Mittwoch.

Der Haftbefehl wegen Verdachts auf zweifachen Mord war dem Mann Ende vergangenen Woche im Krankenhaus verkündet worden. Er hatte zunächst angegeben, seine Kinder seien bei einem Unfall Mitte August ums Leben gekommen. Der 40-Jährige selbst hatte dabei schwere Brandverletzungen erlitten, ihm musste unter anderem Eigenhaut transplantiert werden.

In seinem ausgebrannten Kleinwagen in einem Waldstück nahe der Autobahn 24 bei Börnicke (Havelland) waren die verkohlten Leichen seiner neun und zehn Jahre alten Töchter entdeckt worden. Laut Obduktion waren die Mädchen bei lebendigem Leib fast bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.

Nach einem toxikologischen Gutachten waren sie bei Ausbruch des Brandes mit Schlafmitteln betäubt worden. Hintergrund der Tat ist möglicherweise ein Sorgerechtsstreit.

Die Ermittlungen gegen den 40-Jährigen werden nach Behördenangaben voraussichtlich in zwei bis drei Monaten abgeschlossen. Anklage gegen den dänischen Staatsbürger soll in Deutschland erhoben werden.