Nach den Anschlägen in Oslo

In Sachsenhausen wird norwegischer Opfer gedacht

In der Gedenkstätte Sachsenhausen wird an diesem Sonntag der Opfer der Anschläge von Norwegen gedacht. Dazu laden das Internationale Sachsenhausen Komitee, die evangelische St. Nicolai Gemeinde Oranienburg und die Gedenkstätte ein.

Die Anschläge in Oslo und auf das Jugendlager auf einer nicht weit entfernten Insel wurden nach Erkenntnissen der Polizei von einem 32-jährigen Norweger verübt.

Der als Polizist verkleideter Attentäter hatte am frühen Abend das Feuer auf die Besucher des Lagers der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF eröffnet. Wenige Stunden zuvor waren bei einem Bombenanschlag in Oslo mindestens sieben Menschen getötet worden.

In der Gedenkstätte Sachsenhausen wird an diesem Sonntag (24.7./11.15) der Opfer der Anschläge von Norwegen gedacht. Dazu laden das Internationale Sachsenhausen Komitee, die evangelische St. Nicolai Gemeinde Oranienburg und die Gedenkstätte ein. Die Veranstaltung findet an der Gedenktafel für die norwegischen Häftlinge des KZ Sachsenhausen statt, berichtete die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten am Samstag. Dort versammeln sich alljährlich tausende Jugendliche aus Norwegen, die an Gedenkstättenfahrten zweier Organisationen teilnehmen. Damit erinnern sie an die rund 2500 Norweger, die zwischen 1940 und 1945 im KZ Sachsenhausen inhaftiert waren. Bei den Anschlägen in Norwegen wurden mehr als 90 Menschen getötet.