Hauptstadtflughafen

BER soll Schallschutz für 16.000 Anwohner bauen

Hauseigentümer in der Umgebung des zukünftigen Willy-Brandt-Flughafens haben Anträge eingereicht, mit denen sie von den Flughafenbetreibern einen Schallschutz für ihre Anwesen verlangen. Falls die Routen so bleiben.

Mehr als 16.000 Hauseigentümer rund um den künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld dürfen auf Schallschutz rechtzeitig zur Eröffnung hoffen. Sie haben ihre Anträge rechtzeitig eingereicht, wie die Flughafengesellschaft am Donnerstag mitteilte.

Zu spät ist es für alle anderen deshalb nicht: Anträge sind bis zum Juni 2017 möglich. Die Betreiber gehen von 25.500 Berechtigten aus, dem liegt aber die Annahme zugrunde, dass die Maschinen vom Willy-Brandt-Flughafen geradeaus starten. Dabei wird es aller Voraussicht nach nicht bleiben; die Deutsche Flugsicherung will an diesem Montag ihren abschließenden Vorschlag präsentieren.

„Sollten sich künftig Änderungen am Anspruch auf Schallschutz - beispielsweise durch Festlegung der Flugrouten – ergeben, wird dies natürlich auch nachträglich berücksichtigt“, sicherte die Flughafengesellschaft zu. 9500 Antragsteller konnten nach ihren Angaben schon eine Kostenerstattung vereinbaren und dürfen die Handwerker bestellen.

Die Kosten dafür liegen bei mehr als 40 Millionen Euro. Insgesamt gehen die Betreiber von 140 Millionen Euro für das Schallschutzprogramm aus. Der Flughafen öffnet am 3. Juni 2012.