Luxushotel in Brandenburg

Hotelbesitzer Axel Hilpert bleibt in U-Haft

Jens Anker

Foto: dpa

Axel Hilpert, der beim Bau seines Luxushotels am Schwielowsee die Landesinvestitionsbank getäuscht und zu hohe Förderungen kassiert haben soll, bleibt im Gefängnis. Er selbst will es offenbar so.

Der Betreiber des Luxushotels „Resort Schwielowsee“ in Werder/Havel, Axel Hilpert, bleibt in Untersuchungshaft. Er habe mit seinem Verteidiger einen Antrag auf Haftprüfung am Montag zurückgezogen, sagte der stellvertretende Sprecher des Amtsgerichts Potsdam, Oliver Kramm. Zur Begründung wurde nichts bekannt. Gegen Hilpert war am 9. Juni Haftbefehl erlassen worden. Als Gründe gab die Staatsanwaltschaft Flucht- und Verdunkelungsgefahr an, die nach ihren Angaben fortbestehen.

Hilpert soll bei der Errichtung des Hotelkomplexes die Landesinvestitionsbank (ILB) getäuscht und unrechtmäßig eine zu hohe Förderung kassiert haben. Der Hotelier hatte laut den Ermittlern förderfähige Investitionen von 36 Millionen Euro angegeben, so dass ihm 9,2 Millionen Euro Fördermittel bewilligt wurden. Hilpert hat eine bewegte DDR-Vergangenheit. So war er unter anderem als Kunst- und Antiquitätenhändler beim DDR-Devisenbeschaffer Alexander Schalck-Golodkowski tätig und arbeitete für die Stasi. 2007 tagten in seinem Hotel die G8-Finanzminister.

Das weitere Verfahren liege jetzt in den Händen der Staatsanwaltschaft, erläuterte Gerichtssprecher Kramm. Diese hatte vor kurzem bekräftigt, zügig an der Anklageschrift wegen schweren Betrugs zu arbeiten. Schon vor einem Jahr hatten Ermittler den Hotelkomplex in Toplage durchsucht. Auslöser war ein Bericht des Landesrechnungshofes von 2008. In Stellungnahmen hat Hilpert die Vorwürfe stets bestritten.