Milliarden-Auftrag

Bombardier-Werk Hennigsdorf liefert für ICx-Flotte

Das Bombardier-Werk in Hennigsdorf bei Berlin profitiert vom Großauftrag für die neuen Fernzüge der Bahn an Siemens. Die Wagenkästen aus Stahl für die 220 ICx-Schnellzüge werden in den brandenburgischen Werkhallen entwickelt.

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Im Hennigsdorfer Bombardier-Werk werden Teile für die neue Fernzug-Flotte der Deutschen Bahn gebaut. Im Auftrag vom Mitbewerber Siemens produziert der kanadische Schienenfahrzeughersteller in Hennigsdorf und im sächsischen Görlitz unter anderem die Wagenkästen und Laufdrehgestelle für 220 neue ICx-Züge, wie Bombardier Transportation am Montag in Berlin mitteilte. Außerdem übernehme das Unternehmen die Endmontage für die Endwagen und einen Teil der Mittelwagen. Der Auftrag bringt Bombardier demnach 2,1 Milliarden Euro.

Siemens und die Deutsche Bahn hatten am Montag einen Vertrag über die Lieferung von 220 ICx-Zügen unterzeichnet. Die ersten Züge sollen ab 2016 fahrplanmäßig fahren und die teils Jahrzehnte alte Intercity-Flotte ersetzen.

Die neuen Züge können als Baukastensystem flexibel unterschiedlichen Anforderungen hinsichtlich Geschwindigkeit und Kapazität gerecht werden. Zuerst ruft die DB 130 Züge ab; weitere 90 sind geplant. Vor dem Einsatz im Regelbetrieb sollen sie erst mehrere Monate ohne zahlende Fahrgäste getestet werden, um spätere Pannen möglichst auszuschließen.

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