Christian Goetjes

Kinderpornografie-Verdacht gegen Ex-Schatzmeister

Auf dem beschlagnahmten Computer von Christian Goetjes sollen Kinderpornos gefunden worden sein. Gegen den ehemaligen Schatzmeister der Brandenburger Grünen läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Untreue.

Gegen den früheren Schatzmeister der brandenburgischen Bündnisgrünen, Christian Goetjes, besteht nach Medienberichten der Verdacht der Kinderpornografie. Ermittlerkreise hätten dies bestätigt, berichtet die Zeitung „Potsdamer Neueste Nachrichten“. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet, bei Goetjes sei ein Computer beschlagnahmt worden, auf dem sich Fotos und Videos mit kinderpornografischen Inhalten gefunden hätten. Die Staatsanwaltschaft Potsdam wiederholte am Sonnabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa, dass sie die Informationen weder dementieren noch bestätigen könne.

Gegen Goetjes läuft bereits ein Ermittlungsverfahren wegen Untreue. Erst in der zurückliegenden Woche hatte der Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen mitgeteilt, dass der 33-Jährige vermutlich mehr als 200.000 Euro in den Jahren 2010/11 beiseite geschafft haben soll. Dabei sei er „mit offensichtlich krimineller Energie systematisch“ vorgegangen, hieß es.

Bisher hatten die Grünen den Fehlbetrag auf rund 40.000 Euro veranschlagt. Die Partei hatte ihn erst entdeckt, nachdem Goetjes im Februar plötzlich verschwunden war.

Nachdem er wochenlang auch nicht für seine Eltern erreichbar war, tauchte der Ex-Schatzmeister Ende März in Berlin auf und wurde festgenommen. Allerdings wurde der Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Der Landesvorsitzende der Bündnisgrünen, Benjamin Raschke, wollte die neuen Vorwürfe wegen Kinderpornografie am Sonnabend nicht kommentieren. „Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen über laufende Ermittlungsverfahren gegen Herrn Goetjes“, sagte er.