Unfall am Teich

Im Eis eingebrochen - Zweijährige weiter im Koma

Das kleine Mädchen ist an einer Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. Sein Zustand gilt weiter als kritisch. Das zweite Kind konnte aus der Klinik entlassen werden. Beide waren bei Eberswalde im Eis eingebrochen.

Foto: schroeder / Thomas Schroeder

Der Gesundheitszustand des zweijährigen Mädchens, das im Eis in Eberswalde (Barnim) eingebrochen war, ist weiter sehr kritisch. Das Kleinkind liegt auch drei Tage nach dem Unglück bei einem Kita-Spaziergang im Deutschen Herzzentrum in Berlin im künstlichen Koma.

Das Kind sei an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen, um seinen Zustand zu stabilisieren. Das künstliche Koma diene nach der Unterkühlung zum Regulieren der Körpertemperatur und zum Stressabbau. Die Zweijährige war bereits klinisch tot, konnte aber wiederbelebt werden. Sie sei unverändert in einem "sehr kritischen und lebensbedrohlichen Zustand", sagte eine Klinik-Sprecherin am Sonnabend in Berlin. Wie lange diese Behandlung noch durchgeführt werden müsse, sei unklar.

Die Zweijährige war zuerst in die Berliner Charité und dann ins Herzzentrum gebracht worden. Das zweite Mädchen, das am Mittwoch ebenfalls in das eiskalte Wasser eines Weihers gefallen war, ist nach einem Bericht der Zeitung "Bild“ inzwischen aus einem Eberswalder Krankenhaus entlassen worden. Die Zweijährige sei wieder zu Hause.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen eine verantwortliche Erzieherin der Kindertagesstätte wegen fahrlässiger Körperverletzung. Dabei soll auch geklärt werden, wie sich die beiden Kinder unbemerkt von der Gruppe entfernen konnten. Sie waren beim Sturz in den Teich in einen tieferen Zulauf geraten. Die Zahl der Betreuer am Unglückstag entsprach nach Angaben der Stadt den Vorschriften.