Brandenburg

Speer bekennt sich zu unehelichem Kind

"Ich bin der Vater des Kindes", mit diesen Worten hat Ex-Innenminister Rainer Speer sein wochenlanges Schweigen gebrochen und den Spekulationen um Unterhaltszahlungen ein Ende bereitet.

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Nach mehreren Wochen des Rätselratens hat der frühere SPD-Innenminister Rainer Speer sein Schweigen über eine angebliche Vaterschaft für ein uneheliches Kind gebrochen. "Ja, ich bin der Vater", sagte Speer der Zeitung "Märkische Allgemeine". Im Oktober habe er sich einem Vaterschaftstest unterzogen, um sich Klarheit zu verschaffen. Er habe daraufhin den damals vom Jugendamt an die Mutter des Kindes gezahlten Unterhaltsvorschuss zurückgezahlt, sagte Speer, der wegen des Vorwurfs eines möglichen Sozialbetrugs politisch unter Druck geraten und Ende September zurückgetreten war.

Damit hat sich Speer offiziell zu seiner Vaterschaft bekannt. "Alle Forderungen sind beglichen", sagte er. Er werde jetzt künftig offiziell Unterhalt an das 14 Jahre alte Kind zahlen. Auch alle nötigen standesamtlichen Regelungen seien getroffen worden. Weitere Einzelheiten wollte er mit Verweis auf seine Privatsphäre nicht nennen. Er räumte ein, dass es ein Fehler gewesen sei, die nötigen Klärungen zur Vaterschaft nicht schon früher vorgenommen zu haben.

yZugleich wies der 51-Jährige, ein enger Vertrauter von Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), den Vorwurf zurück, er habe seine damalige Geliebte dazu angestiftet, Unterhaltsvorschuss zu kassieren. "Das würde ja bedeuten, dass klar ist, von wem das Kind stammt." Ungeachtet dessen habe die Frau "Unterstützungswünsche" an ihn geäußert, denen er "hin und wieder" nachgekommen sei, sagte Speer. Platzeck habe er erstmals im August dieses Jahres "über diese Sache" informiert.

Speer verwahrte sich zugleich gegen den Vorhalt, er habe 2001 seine Ex-Geliebte bei deren Verbeamtung protegiert. "Das weise ich entschieden zurück." Die Beziehung mit der Frau sei bereits 1997 zu Ende gewesen.

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