Wildtiere

Wölfin in der Lausitz überfahren

Eine junge Wölfin ist auf der Bundesstraße 169 in der Lausitz von einem Auto angefahren worden. Das Tier musste eingeschläfert werden. Unterdessen lässt ein anderer Isegrim das Jagen nicht.

Der Wolf, der schon mehrere Tiere in Gehegen in Nordbrandenburg und Südmecklenburg attackiert hat, gibt nicht auf. "Er war wieder am Rentiergehe und ist dabei gefilmt worden", sagte Rentierzüchter Hans Fehrmann aus Schwarz (Müritzkreis) am Dienstag. In das Gehege sei der Wolf im Februar aber nicht gekommen. Nach Angaben der zuständigen Umweltbehörde soll es sich um einen großen, starken Rüden handeln. Seit Mitte 2010 wurden in der Region Wittstock knapp 70 Schafe, Damhirsche und Rentiere in Gehegen getötet. Bei dem Wolf soll es sich um ein Einzeltier handeln, das in der Kyritz-Ruppiner Heide sein Revier hat.

Unterdessen ist in Brandenburg erneut ein Wolf bei einem Verkehrsunfall getötet worden. Wie das Kontaktbüro "Wolfsregion Lausitz" am Dienstag im sächsischen Rietschen mitteilte, wurde eine junge Wölfin von einem Auto nahe Drebkau bei Cottbus angefahren. Der Unfall habe sich bereits in der Nacht zum 27. Februar ereignet. Nach der Untersuchung durch einen Tierarzt und in Rücksprache mit Fachleuten habe die zuständige Naturschutzbehörde entschieden, das Tier einzuschläfern.

Der Unfall ereignete sich im Randgebiet eines Wolfsrudels, das bei Welzow in der Nähe von Spremberg lebt. In den vergangenen vier Monaten wurden den Angaben zufolge in der Lausitz drei erwachsene Wölfe überfahren. Seit der Rückkehr der Wölfe im Jahr 2000 in die brandenburgische und sächsische Lausitz wurden laut Kontaktbüro elf Wölfe bei Autounfällen getötet, davon sieben Welpen. Im vergangenen September waren bei einer Zählung sechs Rudel mit 26 Welpen sowie zwei Wolfspaare ohne Junge in der Lausitz gezählt worden.

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