Familientragödie in Barzig

Mann ersticht Ehefrau und zündet Haus an

Eine Mutter von drei Kindern ist im brandenburgischen Barzig von ihrem Ehemann erstochen worden. Der Mann brannte nach der Tat auch das Wohnhaus der Familie nieder.

Die Mutter von drei Kindern konnte noch auf die Straße flüchten, doch ihr Verfolger stach sie schließlich vor dem Nachbarhaus nieder. In Barzig bei Großräschen (Oberspreewald- Lausitz) soll ein 61-Jähriger seine Ehefrau bei einem Familienstreit mit Messerstichen getötet haben. Wegen des dringenden Verdachts des Totschlags wurde gegen den Mann am Montag Haftbefehl erlassen, wie das Amtsgericht Cottbus mitteilte. Die 38-Jährige hinterlässt drei Kinder im Alter von 2, 13 und 19 Jahren, die zum Tatzeitpunkt nach Polizeiangaben auch auf dem Gelände des elterlichen Gehöfts waren.

Am Sonntag gegen 21.00 Uhr waren die Eheleute zunächst in ihrem Wohnhaus in dem kleinen Ort Barzig in Streit geraten. Hintergrund waren vermutlich Eheprobleme, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Cottbus, Horst Nothbaum, sagte. Schon im Haus soll der Mann auf die 38-Jährige mit einem Messer eingestochen haben. Sie habe es noch geschafft, nach draußen auf die Straße zu flüchten. Der 61-Jährige habe sie jedoch eingeholt und vor dem Nachbarhaus erneut zugestochen. Die 38-Jährige starb schließlich in der Folge der Stichverletzungen.

Als die alarmierte Polizei eintraf, standen das Wohnhaus und ein Nebengebäude in Flammen. Der Ehemann soll nach dem Tod seiner Frau auf das Grundstück zurückgelaufen sein und das Feuer gelegt haben, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Das Nebengebäude sowie die oberste Etage des Wohnhauses brannten nieder, beide Bauten sind nach Angaben eines Polizeisprechers nicht mehr bewohnbar. Die Kinder stünden unter Schock und würden auch am Montag weiter medizinisch betreut. Der Polizeisprecher sagte, dass zwei Kinder im Krankenhaus seien und eines bei einer befreundeten Familie untergekommen sei.

Wie es zu der Tragödie kommen konnte, war unklar. Der 61- Jährige habe sich bislang in Schweigen gehüllt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Tote sei bereits obduziert worden, ein Ergebnis stehe aber noch aus. Wer die Rettungskräfte am Sonntagabend verständigt hatte, wurde nicht mitgeteilt.

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