Knollenblätterpilz

Wieder Patientin mit Pilzvergiftung in Charité

Wie die anderen sechs Patienten auch, hatte die 60-jährige Frau hochgiftige Knollenblätterpilze verzehrt. Die Sammler hatten diese offenbar mit Champignons verwechselt. Die lebensgefährliche Wirkung zeigt sich erst nach einigen Tagen.

Die Zahl der wegen Vergiftungssymptomen in der Berliner Charité behandelten Pilzsammler hat sich auf sieben erhöht. Eine 60-jährige Frau sei in der Nacht zu Sonnabend in das Klinikum gebracht worden, sagte eine Sprecherin. Sie leide an Übelkeit und Erbrechen wie auch die anderen sechs Patienten aus Brandenburg. Allen sieben gehe es den Umständen entsprechend gut. Ihnen sei zwar übel, aber sie seien ansprechbar.

Die je drei märkischen Frauen und Männer im Alter von 21 bis 87 Jahren waren am Donnerstag und Freitag in die Charité gebracht worden. Sie hatten Knollenblätterpilze gegessen, die sie offenbar für Wiesenchampignons hielten. „Eine solche Häufung von Pilzvergiftungen in so kurzer Zeit ist hier ungewöhnlich“, bemerkte die Sprecherin.

Bei den sechs Brandenburger Pilzsammlern werde dieser Sonntag wichtig sein. Falls sie den giftigen Grünen Knollenblätterpilz verzehrt hätten, könne es bei ihnen nach drei bis vier Tagen zu Leber- und Nierenversagen und sogar zum Tod kommen. Welche Pilzart die Patienten aßen, sei nicht mehr nachvollziehbar.

Die märkischen Sammler hatten die Pilze in verschiedenen Gruppen bei Oranienburg (Oberhavel), Frankfurt (Oder) sowie im Spreewald gefunden. Wo die 60-jährige Frau die giftigen Pilze fand, war vorerst unklar.