Bauvorhaben

Köpenick: Salvador-Allende-Brücke ist wiedereröffnet

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Mit der Salvador-Allende-Brücke ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte des Bezirks Treptow-Köpenick wieder für den Verkehr freigegeben.

Mit der Salvador-Allende-Brücke ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte des Bezirks Treptow-Köpenick wieder für den Verkehr freigegeben.

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Nach fünf Jahren Bauzeit ist das marode Bauwerk komplett erneuert. Allerdings mit großer zeitlicher Verspätung.

Berlin.  Am Montag wurde der komplett fertiggestellte Ersatzneubau der Salvador-Allende-Brücke in Köpenick durch Mobilitätssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Nach der Verkehrsfreigabe des westlichen Überbaus des Bauwerks im November 2019 ist somit nun auch der östliche Überbau durch einen Neubau ersetzt worden. Damit enden fünf Jahre Bauzeit an einem der wichtigsten Knotenpunkte des Bezirks Treptow-Köpenick. Die Arbeiten hatten zuvor fast täglich für lange Autostaus und oft auch Sperrungen für Schiffe und Boote auf der Müggelspree gesorgt.

Für den Ersatzneubau wurden nach Angaben der Mobilitätsverwaltung insgesamt 37 Millionen Euro investiert, was auch der Summe entspricht, die für das Projekt einst veranschlagt wurde. Die Maßnahme wurde dabei vom Land Berlin im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ mit Landes- und Bundesmitteln gefördert. Mehrfach kam es allerdings zu Verzögerungen beim Zeitplan. War die Fertigstellung des gesamten Neubaus eigentlich schon für den Sommer 2020 geplant, verschob sie sich nun um knapp zweieinhalb Jahre nach hinten. Materiallieferschwierigkeiten und coronabedingte Krankenstände seien zuletzt der Grund hierfür gewesen, hieß es aus der Mobilitätsverwaltung.

Bauarbeiten für Ersatzneubau der Salvador-Allende-Brücke dauerten seit 2018

Begonnen hatten die im Vorfeld mehrfach verschobenen Bauarbeiten im Sommer 2017. Drei Jahre zuvor waren an der alten, 1981 errichteten Salvador-Allende-Brücke die veranschlagten Grenzwerte bei der Rissentwicklung erreicht worden. Deshalb musste 2014 zunächst der stärker geschädigte westliche Überbau vom Straßenverkehr entlastet werden.

Die Umstellung der Verkehrsführung und die Umbaumaßnahmen an den beiden angrenzenden Kreuzungsbereichen wurden am Montag ebenfalls vollzogen. Fuß- und Radverkehr werden in der Verkehrsführungsphase aber noch bis Anfang Dezember über den bereits fertiggestellten westlichen Überbau geführt. Für die Anpassungsarbeiten im Bereich der Rampen und der Kreuzungen werden für einzelne Arbeiten noch kurzzeitige Verkehrseinschränkungen erforderlich, die aber vor allem in der verkehrsarmen Zeit durchgeführt werden sollen.