Treptow-Köpenick

Schulstadträtin positiv auf Corona getestet

Cornelia Flader (CDU) ließ einen Abstrich machen. Er war positiv. Tage zuvor war sie noch stundenlang in der BVV.

Cornelia Flader, hier bei einer Ausstellung in der Galerie Alte Schule Adlershof, wurde positiv auf das Coronavirus getestet. 

Cornelia Flader, hier bei einer Ausstellung in der Galerie Alte Schule Adlershof, wurde positiv auf das Coronavirus getestet. 

Foto: Privat

Treptow-Köpenick. „Liebe Freunde, nun hat es mich auch erwischt, trotz Hygiene- und Abstandsregeln“, schreibt Treptow-Köpenicks oberste Schulfachfrau Cornelia Flader (CDU) bei Facebook. Die Bezirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport wurde zu Wochenbeginn positiv auf das Coronavirus getestet.

Sie habe Ende vergangener Woche Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen, erhöhte Temperatur, starken Husten und Schüttelfrost festgestellt und sich daraufhin gleich beim Gesundheitsamt gemeldet, notiert Flader. „Am Montag haben die Kollegen einen Abstrich bei mir durchgeführt.“ Am Dienstag habe das Gesundheitsamt ihr das positive Testergebnis dann mitgeteilt.

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Geruchssinn weg: „Rieche selbst Liebstöckel kaum noch“

„Neben den von mir genannten Symptomen hatte mich eines doch recht sicher gemacht, zu den Betroffenen mit Covid-19 zu gehören: Mein Geruchssinn“, so Flader weiter. Der sei fast völlig weg, „mittlerweile rieche ich selbst starke Kräuter wie Liebstöckel kaum noch.“ Eine einhundertprozentigen Schutz gegen eine Infektion wie Corona, schreibt sie, könne es nicht geben, aller bestehenden Hygiene- und Abstandsregeln zum Trotz.

Als Bezirksstadträtin treffe sie viele Menschen. Sie habe das Gesundheitsamt sofort über ihre Kontaktpersonen rückwirkend bis zum 11. November informiert. Trotz der Erkältungssymptome gehe es ihr soweit gut, schreibt die 56 Jahre alte Politikerin und frühere Schulleiterin, die im Stadtteil Altglienicke wohnt.

Am vergangenen Donnerstag hatte Cornelia Flader als Mitglied des Bezirksamtes noch stundenlang an der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) teilgenommen. Wie BVV-Vorsteher Peter Groos am Mittwoch mitteilte, habe er Treptow-Köpenicks Gesundheitsstadtrat Bernd Geschanowski (AfD) „um eine fachliche Einschätzung des Gesundheitsamtes gebeten, was diese Erkenntnis für die am vergangenen Donnerstag im Audimax der Merian-Schule zur BVV-Sitzung Anwesenden bedeutet“.

BVV-Vorsteher dankt allen, die sich an die Hygieneregeln gehalten haben

Die kommissarische Leiterin des Gesundheitsamtes , Gudrun Schäfer, beurteilte die Lage daraufhin zusammenfassend so: „Wenn die Hygienerichtlinien eingehalten wurden und wenn die Belüftung gut funktioniert hat, so braucht sich niemand zu sorgen.“ Fladers Kontaktpersonen ersten Grades würden in Quarantäne geschickt. Für Kontaktpersonen zweiten Grades ergäben sich keine Konsequenzen.

Groos schrieb in einer Mail an alle Teilnehmer der BVV: „Ich nehme den Vorgang zum Anlass, mich ausdrücklich bei allen Bezirksverordneten, den Mitgliedern des Bezirksamtes und allen weiteren anwesenden Personen zu bedanken, die am Donnerstag die Hygienerichtlinien beachtet haben!“

Hintergrund dazu: In der Sitzung hatte es einen Eklat gegeben , weil zwei AfD-Verordnete sich demonstrativ weigerten, einen Mund-Nasen-Schutz an ihrem Sitzplatz zu tragen. Sie hatten drei Ordnungsrufe kassiert und waren der Sitzung verwiesen worden.