Brückenabriss

Salvador-Allende-Brücke: Spree wird Ende November gesperrt

Seit 2017 gibt es Bauarbeiten an der Salvador-Allende-Brücke. Ende November wird die Spree wegen Brückenarbeiten gesperrt.

Diese Visualisierung zeigt die Salvador-Allende-Brücke, wie sie im kommenden Jahr aussehen soll. Seit 2017 wird an der wichtigen Köpenicker Brücke gebaut.

Diese Visualisierung zeigt die Salvador-Allende-Brücke, wie sie im kommenden Jahr aussehen soll. Seit 2017 wird an der wichtigen Köpenicker Brücke gebaut.

Foto: INROS LACKNER SE

Säure-Schäden und überall Risse im Spannbeton – das hatten die Bauplaner des Senats schon vor Jahren bei der Salvador-Allende-Brücke im Bezirk Treptow-Köpenick diagnostiziert. Seit 2017 wird das Bauwerk abgerissen und erneuert. Die Kosten belaufen sich auf 37 Millionen Euro, so der aktuelle Stand. Die Brücke führt über die Spree beziehungsweise wie sie auf diesem Abschnitt heißt: Müggelspree.

Salvador-Allende-Brücke: Vollsperrung für Schiffe und Boote

Bald muss der Fluss allerdings gesperrt werden, teilt die zuständige Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz auf Anfrage mit: Jeweils für drei Tage, voraussichtlich Ende November/Anfang Dezember (Kalenderwochen 48/49). „Die genauen Zeiten der Sperrung werden derzeit noch abgestimmt und rechtzeitig vorher bekannt gegeben“, erläutert eine Sprecherin der Behörde. Es laufen Abstimmungen mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt.

Während der Abrissarbeiten an der Brücke müsse die Spree für Schiffe und Boote aller Art gesperrt werden. Dies sei auch aus Gründen der Verkehrssicherheit unvermeidlich. Dasselbe steht laut Bauplan auch im Januar 2021 an; dann ist eine Vollsperrung der Spree für den Abbruch von Mittelpfeiler und Fundament vorgesehen.

Verzögerungen beim Bauablauf der Salvador-Allende-Brücke

Die 1981 gebaute Brücke ist einer der wichtigsten Knotenpunkte im Bezirk. Die einschränkenden Bauarbeiten führen oft zu Staus in Köpenick. Über die Brücke kann die Köpenicker Altstadt umfahren werden, außerdem ist sie eine Verbindung zwischen den nördlich gelegenen Wohngebieten von Köpenick bis Hellersdorf und dem Köpenicker Krankenhaus.

Zuletzt gab es Verzögerungen. Die geplante Fertigstellung im Jahr 2021, die auf der Homepage der Senatsverwaltung so angegeben ist, könnte sich verschieben. In einer Mail gibt die Senatsverwaltung Anfang 2022 als Endtermin an. Die Sprecherin teilt mit: „Es gab Verzögerungen durch zusätzliche unvorhersehbare bauzeitliche Koordinierungen mit anderen Baumaßnahmen. Zudem hat die Corona-Pandemie Zulieferfirmen als auch bauende Betriebe vor große Herausforderungen gestellt: So führten Engpässe bei Personal und verzögerte Materiallieferungen zu Verzögerungen im Bauablauf.“