Umwelt

Plogging im Volkspark Wuhlheide: Beim Joggen Müll sammeln

Mitmachen kann jeder, der gut auf den Beinen ist: Der Volkspark Wuhlheide soll am 8. Juni in einer Gemeinschaftsaktion gesäubert werden.

Zum Plogging braucht man Müllbeutel und Handschuhe und los geht es.

Zum Plogging braucht man Müllbeutel und Handschuhe und los geht es.

Foto: PA/John Nguyen / empics

Berlin. Wissen Sie, was Plogging ist? Das ist Joggen und gleichzeitiges Müll sammeln - in der Gruppe. Die Bezeichnung Plogging ist eine Kombination aus den schwedischen Worten für „joggen“ und „aufsammeln“. Der Trend für umweltbewusste Sportskanonen kommt nämlich aus dem hohen Norden.

Darum geht es am 8. Juni im Volkspark Wuhlheide, der von Unrat gesäubert werden soll. Mitmachen kann jeder, der gut auf den Beinen ist. Jeder Läufer sollte sich mit einer Mülltüte ausstatten, ein Paar Handschuhe wären auch ratsam. Manche werfen sich auch einen mit Plastik ausgelegten Rucksack über den Rücken, damit das Laufen leichter geht. Man wird sich wundern, was da an Papier, Verpackungen, Zigarettenschachteln und Bierflaschen rumliegt. Treffpunkt? Firlstraße/ Ecke Straße an der Wuhlheide.

Effektives Muskeltraining

Wer sich fragt, was Müll mit Bewegung zu tun hat, bekommt eine einleuchtende Antwort. Durch das Beugen des Körpers beim Aufheben des Mülls am Wegesrand werden verschiedene Muskelgruppen trainiert, jene, die beim regulären Laufen üblicherweise nicht angesprochen werden. Neben dem positiven Effekt, die Umwelt sauber zu halten, ist die Aktivität also ein Plus für die die eigene Fitness.

Für Erfrischungsgetränke ist ab 12 Uhr für alle Beteiligten am Pavillon in der Wuhlheide gesorgt. Am Ende der Aktion wird der Müll an einem zentralen Ort gesammelt und von der BSR entsorgt. Wer mehr wissen möchte, über die Berliner Plogging-Truppe, findet Informationen unter „Tgurd.de“ mit dem herrlichen Slogan „Tue Gutes und rede darüber…“

Der Berlin-Vermarkter „Visit Berlin“ übrigens wirbt für Plogging als „Auspowern für die Umwelt“. Zwei jungere Läuferinnen schwenken auf dem Foto attraktiv ihre Plastikbeutel. Doch mehr Informationen gibt es dann leider nicht. So viel zum Verhältnis der Berliner zur neuen „Trendsportart“.