Verkehr

Carsharing-Angebot im wachsenden Bezirk wird ausgebaut

Nun kann in Ortsteilen wie Oberschöneweide, Baumschulenweg und Adlershof ein Auto ausgeliehen werden - der Bedarf ist gewachsen.

Alternative zum eigenen Auto und zum öffentlichen Verkehr - Carsharing wie hier von DriveNow.

Alternative zum eigenen Auto und zum öffentlichen Verkehr - Carsharing wie hier von DriveNow.

Foto: Drive Now

Die Berliner in den Außenbezirken leiden häufig unter schlechter Verkehrsanbindung. S-Bahn verspäten sich oder fallen gleich ganz aus, schon verpasst man Tram und Busse, die nur im 20-Minuten-Takt verkehren. Und schon ist man 40 Minuten zu spät im Job. Wer kein eigenes Auto hat, ist des Öfteren aufgeschmissen, weil einige abgelegene Ortsteile in Treptow-Köpenick mit dem Öffentlichen Verkehr – gerade abends – kaum zu erreichen sind. Mobilität ist also ein großes Thema im Bezirk. Der Bedarf an flexiblen und umweltbewussten Alternativen ist groß, zumal der Bezirk ja rasant wächst.

Geschäft wenig attraktiv für Anbieter

Gute Nachrichten kommen nun aus dem Bezirksamt. Neben DriveNow und Car2Go ist mit Oply ein weiterer Anbieter im Bereich Treptow-Köpenick aktiv. Zusätzlich zu Alt-Treptow hat das Unternehmen sein Geschäftsgebiet auf Oberschöneweide, Baumschulenweg, Adlershof und die Köllnische Vorstadt ausgedehnt. Seit fünf Jahren setzte sich die Bezirksverordnetenversammlung schon dafür dafür ein, dass das Bezirksamt sich bei Carsharing-Anbietern dafür einsetzt, das Geschäftsgebiet auf weitere Ortslagen in Treptow-Köpenick auszuweiten.

Bezirksstadtrat Rainer Hölmer freut sich über das erweiterte Angebot: „Unsere bisherigen Gespräche mit diversen Anbietern hatten gezeigt, dass die äußere Stadt für Carsharing-Anbieter aus wirtschaftlichen Gründen wenig attraktiv ist. Umso mehr freue ich mich, dass Oply den Mut und die Zuversicht hat, auch auf Geschäftsgebiete jenseits des S-Bahnrings zu setzen und den Menschen in Treptow-Köpenick ein weiteres Angebot zur Verfügung stellt”.

Die Vorteile für ein geteiltes Auto liegen auf der Hand, Reservierung und Abholung sind rund um die Uhr möglich, die Abrechnung erfolgt nach Nutzungsdauer. Die einmalige Anmeldung kostet in der Regel um die 30 Euro. Danach kann man so oft fahren, wie man möchte – und das Auto zwischendurch auch wieder abstellen. Auch hat sich der Ausleihvorgang, der anfangs recht umständlich war, mittlerweile per Smartphone-App vereinfacht.