Morgenpost vor Ort

Leserforum: Wohin steuert Treptow-Köpenick?

Leserforum "Morgenpost vor Ort" am 13. Mai zu Neubaugebieten, Verkehrsproblemen, Zukunftsorten und Kriminalität. Sie können dabei sein.

Der neue Campus Adlershof in Treptow-Köpenick.

Der neue Campus Adlershof in Treptow-Köpenick.

Foto: Allianz AG

Um einen Ortsteil wie Adlershof wird Treptow-Köpenick wohl von den meisten anderen Bezirken beneidet. Der Name steht auch für Deutschlands größten Wissenschafts- und Technologiepark und Berlins größtes Medienzentrum. Im vergangenen Jahr ist der Hochtechnologiestandort noch kräftiger gewachsen als in den Jahren zuvor. Und dessen Betreiber, die landeseigene Wista Management GmbH, hat Kapazitäten und Pläne für weitere Ansiedlungen. Am Ende werden dort voraussichtlich 25.000 Arbeitsplätze entstanden sein.

Ein weiterer Standort im Südosten, der von sich reden macht und als Berliner Zukunftsort gilt, ist Schöneweide. An der Wilhelminenhofstraße in Oberschöneweide ist ein bemerkenswertes Wissenschafts- und Kunstquartier entstanden. Doch die Grundstücke dort gehören nicht dem Land Berlin, sondern Privateigentümern. Welche Ziele verfolgen sie, und was will der Bezirk? Sollen dort auch Wohnungen oder Studenten-Appartements gebaut werden?

Leserforum: Alle wichtigen Infos für Teilnehmer

  • Leserforum beginnt am 13. Mai um 19 Uhr
  • Dauer: Circa zwei Stunden
  • Veranstaltungsort: Hans-Grade-Saal (Forum Adlershof) an der Rudower Chaussee
  • Teilnehmer des Forums können ihre Fragen stellen
  • Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung erforderlich
  • Zentrales Thema ist die Entwicklung des Bezirks
  • Auf dem Podium diskutieren: Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD); Peter Strunk, Susanne Reumschüssel, Andreas Knüppel, Gilbert Schomaker
  • Moderator des Abends: Morgenpost-Autor Hajo Schumacher

Darüber und über andere Themen, die für Treptow-Köpenick wichtig sind, möchten wir mit unseren Lesern sprechen. Die Berliner Morgenpost bietet Ihnen die Möglichkeit, sich am nächsten Montag, 13. Mai, aus erster Hand über die Entwicklung des Bezirks zu informieren und mit unseren Experten auf dem Podium darüber zu diskutieren, wie er lebenswert bleiben kann.

Nach der Podiumsdiskussion ist das Publikum gefragt

Unser nächstes Leserforum in der Reihe „Morgenpost vor Ort“ trägt den Titel „Treptow-Köpenick – Probleme und Perspektiven eines Bezirks“. Auf dem Podium diskutieren: Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD); Peter Strunk, Bereichsleiter Kommunikation der Wista-Management GmbH (Adlershof); Susanne Reumschüssel, Projektleiterin im Industriesalon Schöneweide; Andreas Knüppel, Leiter des Polizeiabschnitts 65 und Gilbert Schomaker, stellvertretender Chefredakteur der Berliner Morgenpost. Moderator des Abends ist Morgenpost-Autor Hajo Schumacher.

Das Leserforum beginnt am 13. Mai um 19 Uhr und dauert circa zwei Stunden. Es findet im Hans-Grade-Saal (Forum Adlershof) an der Rudower Chaussee statt. Nach der etwa 60 Minuten langen Podiumsdiskussion ist das Publikum gefragt. Teilnehmer des Forums können ihre Fragen stellen und sich in die Debatte einschalten. Die Teilnahme ist für unsere Leser kostenlos, sie müssen sich allerdings zuvor in unserer Redaktion anmelden. Wie das geht, erläutern wir im Infotext links unten. Zentrales Thema ist die Entwicklung des Bezirks, insbesondere in den Bereichen Stadtentwicklung, Wohnungsbau und Wirtschaft. Die Zukunftsorte Adlershof und Schöneweide, die Kriminalität im Bezirk sowie die Differenzen um den Naturschutz und die Steganlagen am Müggelsee sind weitere Gesprächspunkte. Einen Schwerpunkt werden zudem die Verkehrsprobleme im Südosten bilden.

Adlershof ist Vorzeigeprojekt der Berliner Wirtschaftsförderung

Der Wissenschafts- und Technologiepark sowie die Medienstadt in Adlershof sind Vorzeigeprojekte der Berliner Wirtschaftsförderung. Ende vergangenen Jahres waren im Technologiepark Adlershof 1144 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen tätig. Die Umsätze und Haushaltsmittel der ansässigen Firmen und Institute wuchsen im Jahresvergleich um 12,2 Prozent auf 2,32 Milliarden Euro. Im Adlershofer Entwicklungsgebiet waren Ende 2018 knapp 20.000 Menschen tätig, rund 1500 mehr als ein Jahr zuvor. Hinzu kamen mehr als 6300 Studenten und circa 850 Azubis.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Technologiepark ist neben der Medienstadt ein Ensemble von 430 Unternehmen, Geschäften, Hotels und Restaurants entstanden. Dort, wie auch auf dem rund 45 Hektar großen Areal des 1998 geschlossenen Verschiebebahnhofs Schöneweide, sehen die Wista-Verantwortlichen „ideale Flächen für weiteres Wachstum“. Neue Straßen sind dort schon entstanden, die BVG wird den „Betriebsbahnhof Schöneweide“ in „Bahnhof Adlershof-Johannisthal“ umbenennen und einen zweiten Eingang bauen.

Bus, Tram und S-Bahn halten mit dem Wachstum nicht mehr mit

Eine Umfrage unter den Firmen und wissenschaftlichen Instituten habe ergeben, dass die Mieter zwar mit den Verhältnissen am Standort nach wie vor sehr zufrieden seien. Wachsende Kritik werde aber an Kapazitätsengpässen und an der Anfälligkeit des öffentlichen Nahverkehrs geübt, heißt es einer Mitteilung der Wista. „Das Angebot von Bus, Straßenbahn und S-Bahn hält mit dem Wachstum von Wirtschaft und Bevölkerung in Adlershof offensichtlich nicht mehr mit.“ Anhaltende Kritik werde auch an Staufallen, vor allem an der Rudower Chaussee, und an der chronischen Parkplatznot in Teilen des Entwicklungsgebiets geübt. Auch diese Perspektiven und Probleme werden Themen unseres Leserforums sein.

Oberschöneweide, das nach dem Ende der DDR fast aufgegebene In­dustrierevier, erlebt dank digitalisierter Produktion eine Renaissance. Zudem herrscht an der Wilhelminenhofstraße rund um die Reinbeckhallen kreativ-künstlerisches Flair. International renommierte Künstler wie Bryan Adams, Olafur Eliasson und Alicja Kwade haben sich in die alten Industriehallen eingekauft und diese in prächtige Studios verwandelt. Demnächst soll im Quartier für sieben Millionen Euro ein Industriemuseum entstehen – die Gelder wurden im April bewilligt.

Doch Künstler drohen von zahlungskräftigerem Gewerbe verdrängt zu werden. Grundstückseigentümer, die sich die Areale am Fluss in Krisenzeiten günstig gesichert hatten, rufen nun hohe Summen für ihre Flächen auf. Investoren machen Druck, um am Spreeufer hochpreisige Wohnungen schaffen zu dürfen. Es gibt also viel zu diskutieren am 13. Mai. Kommen Sie zum Morgenpost-Leserforum und reden Sie mit!

So können Sie am Leserforum teilnehmen

Das Leserforum „Berliner Morgenpost vor Ort“ zum Thema „Treptow-Köpenick – Probleme und Perspektiven eines Bezirks“ beginnt am Montag, 13. Mai, um 19 Uhr im Hans-Grade-Saal, Forum Adlershof, Rudower Chaussee 24 (Ecke Newtonstraße). Es dauert zwei Stunden.

Die Teilnahme ist für unsere Leser kostenlos. Voraussetzung ist eine Anmeldung in unserer Redaktion unter dem Kennwort „Morgenpost vor Ort“.

Das geht ganz einfach per E-Mail an aktionen@morgenpost.de, per Fax an die Nummer 030/8872 77967 oder per Postkarte/Brief an die Berliner Morgenpost, Redaktion Lokales, Kurfürstendamm 21, 10719 Berlin. Teilen Sie uns bitte mit, wie viele Plätze Sie benötigen. Abonnenten der Berliner Morgenpost können gern ihre Abonummer dazuschreiben, sie werden bei der Platzvergabe zuerst berücksichtigt.

Alle Anmeldungen werden nach Eingang bearbeitet und müssen spätestens bis Freitag, 10. Mai, 16 Uhr, in der Redaktion vorliegen. Der Zugang zum Leserforum ist nur mit einer schriftlichen Bestätigung der Redaktion möglich.

Der Hans-Grade-Saal im Forum Adlershof ist sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Der S-Bahnhof Adlershof ist nur wenige Gehminuten entfernt, die Tramlinien 61 und 63 halten ganz in der Nähe. Parkplätze gibt es auf den Seitenstraßen der Rudower Chaussee.

Diese Experten sitzen auf dem Podium

Oliver Igel (41, SPD) ist seit Oktober 2011 Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, zuvor war er zehn Jahre lang Bezirksverordneter. Er wuchs im Bezirk auf, studierte an der Freien Universität Berlin. Im Bezirksamt ist er auch zuständig für Personal, Finanzen, Wirtschaft, Bürgerdienste und Immobilien.

Peter Strunk (63), geboren in Frankfurt/Main, ist seit 1999 Bereichsleiter Kommunikation der Wista Management GmbH in Adlershof. Er studierte Geschichte und Politik an der Freien Universität Berlin, promovierte dort auch. Später arbeitete er unter anderem bei AEG und war Sprecher der IHK Cottbus.

Susanne Reumschüssel (62) wurde in Lüchow-Dannenberg geboren und lebt seit 1980 in Berlin. Die Regisseurin und Kamerafrau studierte an der Film-und Fernsehakademie Berlin. Seit drei Jahren ist sie Projektleiterin im 2009 gegründeten „Industriesalon Schöneweide – Forum für Industrie-Technik-Kultur“.

Andreas Knüppel (56), gebürtiger Berliner, konnte am 1. März auf 40 Jahre Dienst bei der Berliner Polizei zurückblicken. Inzwischen bekleidet er den Rang eines Polizeioberrats. Knüppel leitet seit Mitte April dieses Jahres den Polizeiabschnitt 65. Zuvor führte er Polizeiabschnitte in Prenzlauer Berg und Zehlendorf.

Gilbert Schomaker (49) ist seit einem Jahr stellvertretender Chefredakteur der Berliner Morgenpost. Der aus Münster stammende Journalist arbeitet seit mehr als 13 Jahren in verschiedenen Funktionen für die Zeitung. Er ist zuständig für das Berlin-Ressort und schreibt regelmäßig die Kolumne „Die Woche im Rathaus“.

Hajo Schumacher (55), Morgenpost-Autor und -Kolumnist, moderiert die Diskussionsrunde. Der aus Münster stammende Journalist und Politikwissenschaftler arbeitet auch für Magazine, Hörfunk, Online-Medien und TV. Schumacher ist Verfasser mehrerer Bücher („Männerspagat“, „Restlaufzeit“).