Berlin-Schöneweide

Zwei Obdachlose angezündet: Acht Jahre Haft für Täter

In Schöneweide hatte ein 48-Jähriger aus Wut zwei Obdachlose angezündet, einer starb. Das Urteil: acht Jahre Haft wegen Totschlags.

Ermittler sichern nach dem Feuerangriff auf die Obdachlosen Spuren am S-Bahnhof Schöneweide (Archivbild).

Ermittler sichern nach dem Feuerangriff auf die Obdachlosen Spuren am S-Bahnhof Schöneweide (Archivbild).

Foto: Morris Pudwell

Berlin. Nach der tödlichen Feuerattacke auf zwei obdachlose Männer in Berlin-Schöneweide vor rund sieben Monaten ist ein 48-Jähriger zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte die Opfer nach einem Streit aus Wut mit Benzin übergossen und angezündet, begründete das Landgericht am Dienstag.

Der Angreifer entkam zunächst, Zeugen löschten den Brand. Zuletzt werteten Ermittler Aufnahmen aus Überwachungskameras aus, die zur Festnahme des Angreifers führten.

Ein 47 Jahre alter Mann erlag Monate nach dem Brandanschlag schließlich doch seinen schweren Verletzungen. Er war über Wochen intensivmedizinisch betreut und auch in ein Schutzkoma versetzt sowie mehrfach operiert worden. Ein damals 62-Jähriger erlitt leichtere Verletzungen.

Der Angeklagte wurde nun des Totschlags sowie des versuchten Totschlags schuldig gesprochen.

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