Blackout in Köpenick

Stromausfall: Köpenick wieder komplett am Netz

Über 30.000 Haushalte waren vom Stromausfall in Köpenick betroffen. Verkehr, Notbetreuung, Schule: Alles zum Blackout bei uns im Blog.

Erleuchtet ist am Abend der Innenstadtbereich von Köpenick.

Erleuchtet ist am Abend der Innenstadtbereich von Köpenick.

Foto: Paul Zinken/dpa

Berlin. Bauarbeiten an der Salvador-Allende-Brücke haben am Dienstagmittag einen großflächigen Stromausfall in Köpenick, Müggelheim verursacht, auch Teile von Lichtenberg sind betroffen. Etwa 31.000 Haushalte und 2000 Gewerbebetriebe wurden gegen 14 Uhr vom Stromnetz abgeschnitten.

Laut der aktuellen Meldung der Internetseite Stromnetz Berlin ist eine voraussichtliche Wiederversorgung erst gegen 21.30 Uhr wieder gewährleistet. Am Dienstag war mitgeteilt worden, dass der Strom am Mittwoch gegen 15 Uhr wieder fließen sollte.

Stromausfall in Köpenick: Das Wichtigste in Kürze

  • In Berlin-Köpenick gab es seit Dienstagmittag einen großflächigen Stromausfall
  • Die Ortsteile Bohnsdorf, Grünau, Köpenick, Müggelheim und Schmöckwitz sowie Gebiete im Bezirk Lichtenberg waren betroffen
  • Bei Bauarbeiten an der Salvador-Allende-Brücke wurden Starkstrom-Kabel beschädigt
  • Bis Mittwochnachmittag 15 Uhr sollte die Stromversorgung wieder stehen
  • Anwohner durften bis zur Wiederherstellung der Stromversorgung kostenlos die BVG nutzen
  • Die Schulen in Köpenick blieben am Mittwoch geschlossen
  • Straßenbahnen und S-Bahnen fielen aus oder fuhren nur eingeschränkt. Es kommt zu Verspätungen.
  • Schweizer Baufirma muss für verursachten Schaden aufkommen.
  • Anwohner konnten sich an Anlaufpunkten aufwärmen sowie Internet und Handy-Netz nutzen
  • Auch Heizungen und teilweise auch das Festnetz waren ausgefallen
  • Einschränkungen gab es im Betrieb des Krankenhauses Köpenick. Die Klinik war aber für den "Nomalbetrieb" gerüstet. In der Nacht wurde die Intensivstation geräumt

+++ Stromversorgung hergestellt +++

Nach einem mehr als 30-stündigen Stromausfall ist Berlin-Köpenick seit Mittwochabend wieder komplett am Netz. Das sagte Olaf Weidner von Stromnetz Berlin der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochabend. Seit kurz nach 21.20 Uhr seien alle betroffenen Haushalte und Betriebe wieder am Netz, sagte er.

+++ Nach Stromunterbrechung: Altstadt von Köpenick ist wieder am Netz +++

Schulen und Geschäfte geschlossen, kalte Wohnungen, kein Telefon: Der großflächige Stromausfall in Berlin-Köpenick hat das öffentliche Leben dort erheblich eingeschränkt. An der Reparatur wurde am Mittwoch mit Hochdruck gearbeitet. Man gehe davon aus, dass die Vollversorgung erst um 21.30 Uhr wieder hergestellt werden könne, sagte die Vattenfall-Sprecherin für das Berliner Stromnetz, Julia Klausch, der Deutschen Presse-Agentur. Die Kabel müssten komplett erneuert werden. Am Abend konnte bereits eine Teilversorgung wiederhergestellt werden - etwa in der Köpenicker Altstadt. Dort hätten die Häuser wieder Licht, hieß es von Vattenfall. Nun werde versucht, den Stadtteil Straßenzug um Straßenzug mit Strom zu versorgen. Namentlich nannte sie die Wendenschlossstraße und Landjägerstraße. Bei der Reparatur kämen mehrere "unglückliche Komponenten" zusammen, die man in dieser Form noch nicht gehabt habe, sagte die Sprecherin. "Die bauliche Situation lässt wenig Spielräume."

Die Blockheizkraftwerke in Köpenick und Friedrichshagen gingen vorübergehend vom Netz. Das Kraftwerk in Friedrichshagen lieferte am Mittwoch laut Vattenfall aber wieder Strom. Zunächst hatte es geheißen, der Strom-Ausfall könnte bereits in der Nacht zu Mittwoch behoben werden. Bei einer Bohrung bei Bauarbeiten an der gesperrten Salvador-Allende-Brücke war neben dem Hauptkabel auch das Ersatzkabel beschädigt worden. Die verantwortliche Firma habe sich vorab nicht über deren Verlauf informiert, sagte die Sprecherin.

+++ Köpenicker Rathaus hat wieder Licht +++

Um 19 Uhr gingen im Rathaus und umliegenden Häusern und Geschäften die Lichter wieder an. Es bleibt dabei das bis 21:30 alle Haushalte wieder Strom haben sollen.

+++ Schule öffnet zum Aufwärmen +++

Betroffene können sich ab 17 Uhr in der Alexander-von-Humboldt-Schule aufwärmen. Dort soll es ab 20 Uhr Speisen und Getränke geben. Der Katastrophenschutz bleibt vor Ort, bis der Strom wieder geht. Geplant ist, eine Stunde nach der Wiedereinschaltung abzubauen. Falls der Strom nicht wieder geht, bleibt er auch in der Nacht noch vor Ort.

+++ Teilversorgung bis 18.30 Uhr +++

Vattenfall teilt beim Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass ab 18.30 Uhr die Hälfte der Haushalte sukzessive wieder mit Strom versorgt werden können. Die vollständige Wiederversorgung verzögert sich bis circa 21.30 Uhr. Das Kabelsystem muss komplett erneuert werden.

+++ Einschränkungen im S-Bahnverkehr ab 17 Uhr +++

Auf den S-Bahn-Linien S46, S8 und S85 kommt es laut Informationen der Berliner S-Bahn ab 17:00 Uhr zu folgenden Einschränkungen:

- die Züge der Linien S46 und S8 fahren in Grünau ohne Halt durch
- die Linie S8 verkehrt Birkenwerder <> Zeuthen
- die Linie S85 verkehrt Pankow <> Schöneweide


Für Fahrgäste von/ nach Grünau ist zwischen Adlershof und Grünau ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

+++ Handys werden am Katastrophenschutzauto auf +++

Menschen laden ihr Handy am Katastrophenschutzauto vor dem Bürgeramt auf. Die meisten von ihnen rechnen nicht damit, dass es heute noch Strom geben wird.

+++ Vattenfall: Behebung des Stromausfalls wird "sportlich" +++

Die Behebung des Stromausfalls in Berliner Ortsteil Köpenick birgt laut dem Energiekonzern Vattenfall Tücken. Es kämen mehrere "unglückliche Komponenten" zusammen, die man in dieser Form noch nicht gehabt habe, sagte die Sprecherin für das Stromnetz Berlin, Julia Klausch, am Mittwoch. "Die bauliche Situation lässt wenig Spielräume." Den Ausfall wie angestrebt bis 15 Uhr am Mittwoch zu beheben, werde "sportlich". "Wir tun, was wir können." Man wolle sauber, sicher und sorgfältig arbeiten.

Längere und flächendeckendere Stromausfälle habe es in Berlin aber durchaus schon gegeben, so Klausch. Zu den Besonderheiten zähle aktuell, dass die Reparatur an der Salvador-Allende-Brücke unter sehr beengten Bedingungen stattfinde - Brücken bedeuteten immer einen Engpass. Die Baugrube biete nur Platz für vier bis sechs Arbeiter, hieß es. Die Kabel verliefen über die Brücke.

+++ Gesundheitssenatorin Kolat mit Einsatz zufrieden +++

„Es hat sich (…) gezeigt, wie gut und eng die zuständigen Behörden und Notdienste in diesem Krisenfall zusammenarbeiten“, kommentierte Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) den Blackout.

+++ Einkaufen in Köpenick kaum möglich - geheiratet wird trotzdem +++

Wer in Köpenick einkaufen will, hat Pech. Nahezu alle Geschäfte und Restaurants sind geschlossen. Auch das Bürgeramt, der Ratskeller und die Sparkasse öffnen nicht. In der Apotheke gibt es lediglich einen kleinen Notschalter. „Ich hole mir das Notwendigste“, sagt eine alte Dame. Ob ihre Ärztin in Wendenschloss heute überhaupt da ist, weiß sie nicht. Ihr Telefon geht ja nicht. Trauungen werden durchgeführt, heißt es im Bezirksamt. Auch die Ausgabe von vorläufige Reisepässen sei gewährleistet.

+++ Schaulustige versammeln sich an der Salvador-Allende-Brücke +++

An der Salvador-Allende-Brücke herrscht eine Art Katastrophen-Tourismus. Fußgänger und Radfahrer stehen vor dem mit einem Bauzaun abgegrenzten Bauloch. Es ist mit einer grauen Pläne verdeckt. Die drei Bauarbeiter mit den gelben Westen sind schnell verschwunden. Kein Wunder, es wird laut. „Wo ist eigentlich der Kerl, der das verzapft hat“, schreit ein Radfahrer. „Die Brücke wird uns immer wieder beschäftigen“, schimpft eine Frau. „Das haben wir nur der DDR zu verdanken“, meint ein 60-Jähriger. „Wer zahlt mir eigentlich meine Fische, die gerade in den Aquarien verrecken?“, ruft ein Fahrradfahrer.

+++ THW versorgt Krankenhaus und S-Bahn mit Notstrom +++

Für den Berliner Landesverband des Technischen Hilfswerk (THW) ist der Einsatz in Köpenick einer der größten in seiner Geschichte. Das THW versorgte die Menschen in Köpenick in dr nacht zu Mittwoch mit Strom und leuchtete Straßen aus. Über Notstromaggregate versorgte das THW zwei Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Abwasserpumpwerke und ein Umschaltwerk der Berliner S-Bahn mit Strom. THW-Sprecherin Elke Krukenberg bezeichnete den Einsatz gegenüber der Berliner Morgenpost als „außergewöhnlich“. Was man sonst im Trockenen geübt habe, musste man in Köpenick nun in die Tat umsetzen. „Das hat sehr gut funktioniert“, so Krukenberg.

+++ Für den Notfall: Wichtige Telefonnummern im Überblick +++

• Bürgertelefon bei Fragen zum Stromausfall: 0151 162 53780 und 0151 162 53782

• Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117

• Notversorgung Krankenhaus: Unfallkrankenhaus Berlin Tel.: 030 56810

+++ Senat: Patienten und Pflegebedürftige sind sicher versorgt +++

Die Versorgung der Patienten in den vom Stromausfall betroffenen beiden Krankenhäusern – Hedwigshöhe und DRK Krankenhaus Köpenick – sowie der Bewohner von Pflegeeinrichtungen sei durchgehend sichergestellt, hieß es seitens des Senats. Im Krankenhaus Hedwigshöhe erfolgte die Elektrizitätsversorgung durch die Notstromversorgung des Krankenhauses. ‎Bei 23 Patientinnen und Patienten im Krankenhaus Köpenick war die Verlegung in andere Krankenhäuser notwendig. Eine Intensivpflege-Wohngemeinschaft wurde evakuiert und die Bewohnerinnen und Bewohner in Krankenhäusern sowie in anderen Einrichtungen des Trägers untergebracht.

+++ Nur wenige Köpenicker nutzen Notunterkünfte +++

In der Alexander-von-Humboldt-Schule stehen Räume für Betroffene zur Verfügung. Bisher seien jedoch nur zwei Personen da gewesen, um ihr Handy aufzuladen, sagt Hausmeister Stephan Ott. „Wir hatten schon mit mehr gerechnet. Wir haben mehrere Räume freigehalten, in denen sich die Leute aufwärmen oder ihre Geräte aufladen können.“ Kurz vor sechs Uhr heute morgen sei er vom Katastrophenschutz angerufen worden, um die Versorgung vorzubereiten. Nun wartet er auf eine Rückmeldung, ob der Stromausfall heute behoben werden kann. „Für heute halten wir die Räume erstmal weiter frei. Über morgen muss man eventuell weiterreden, wenn wir eine Information vom Amt bekommen.“

+++ Köpenicker Schulen bieten Wärmeplätze, Internet und Ladestationen +++

Vom Stromausfall betroffene Köpenicker können mehrere Schulen aufsuchen, um sich aufzuwärmen oder ihr Handy aufzuladen. Das Bezirksamt Treptow-Köpenick veröffentlichte eine Liste mit fünf Schulen. Eine Notversorgung mit Essen und Getränken könne aber nicht gewährleistet werden, hieß es. Im Archenhold-Gymnasium an der Rudower Straße im Ortsteil Niederschöneweide hatten sich nach Angaben des Schulleiters Michael Uhlig am Morgen drei Menschen eingefunden. In einer Halle standen den Betroffenen auch Betten zur Verfügung.

+++ Ampeln ausgefallen - Polizei regelt den Verkehr +++

Seit Dienstagmittag sind die Ampeln in Köpenick ausgefallen. Die Polizei regelt händisch den Verkehr. Autofahrer müssen besonders vorsichtig fahren.

+++ Baufirma muss für Schäden am Stromkabel einstehen +++

Die Reparatur dauert so lange, weil alle sechs Leiter der zwei Kabel kaputt sind und weil Stromnetz-Mitarbeiter erst die Kabel ausgraben mussten. Das Loch ist so groß wie ein Klein-LKW. Für Schäden muss nun die Schweizer Baufirma aufkommen.

Das Unternehmen soll keine Auskunft über Verlauf der Stromleitungen eingeholt haben, sagte ein Stromnetz-Sprecher.

+++ Das sagt Innensenator Geisel zum Stromausfall +++

Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagte zum Blackout: „Der Stromausfall in Köpenick zeigt, wie sensibel unsere Infrastruktur ist. Noch ist der Schaden nicht behoben, im Augenblick kann ich aber sagen, dass ich sehr beeindruckt bin, wie besonnen die Köpenicker Bürgerinnen und Bürger bislang mit dem Stromausfall umgegangen sind. Ich danke den Hilfsorganisationen, der Köpenicker Feuerwehr, der Polizei, dem Bezirksamt und allen, die geholfen haben, für ihre hochprofessionelle Arbeit. Ihnen ist es zu verdanken, dass es bislang keine ernsthaften Zwischenfälle gegeben hat. Jetzt muss alle Kraft darauf verwendet werden, die Ursache des Stromausfalls zu beheben.“

+++ Anwohner ohne Heizung und warmes Wasser +++

Der Köpenicker Frank Melchert hat seit Dienstagnachmittag keinen Strom mehr. „Wenn es nur der Strom wäre, ginge es ja noch“, sagt er. „Aber auch die Heizung geht nicht oder das warme Wasser.“ Dennoch könne er nur abwarten und hoffe, dass der Schaden tatsächlich gegen 15 Uhr behoben ist. „Das wären dann 24 Stunden ohne Strom.“

+++ Köpenicker Anwohner laden ihre Handys auf +++

Im Wagen des Katastrophenschutzes ASB vor dem Rathaus Köpenick laden Bürger ihre Handy und Laptops auf. Seit 7 Uhr gibt es dort Strom und gute Worte. Kaminbauer Florian L. wartet bis sein Handy wieder geladen ist. „Alles entspannt“, meint er. Seine Wohnung hätte er mit Kerzen erleuchtet und endlich einmal kein Fernsehen geschaut. Das kann eine Frau neben ihm nur bestätigen. „Irgendwie führt uns das zusammen. Ich habe erstmals mit meiner Nachbarin gequatscht!“, sagt sie.

+++ Bis 15 Uhr soll der Strom wieder fließen - Lage vor Ort schwierig +++

Nach Angaben des Energieversorgers Vattenfall macht die Situation vor Ort die Reparatur so schwer. "Auf der Salvador-Allende-Brücke ist die Lage von Natur aus beengt“, sagte Sprecherin Julia Klausch der Berliner Morgenpost. „Wir können da nicht mit 20 Mann gleichzeitig arbeiten.“ Vattenfall arbeite mit zwei Teams, die sich in der Baugrube abwechseln. „Bei den Bauarbeiten wurden beide Kabel – auch das Notfallkabel – zerstört“, sagte Klausch. Für jedes Kabel seien sechs neue Muffen nötig, um sie zu reparieren. Vattenfall habe sich zum Ziel gesetzt, den Stromausfall bis 15 Uhr zu beenden.

+++ Das Bürgeramt in Köpenick bleibt geschlossen +++

Wegen des Stromausfalls bleibt am Mittwoch das Bürgeramt in Köpenick geschlossen. Die Termin sollen aber nicht verfallen.

+++ Malteser Hilfsdienst beendet Einsatz +++

Der Malteser Hilfsdienst beendet seinen Einsatz. Die Helfer waren die ganze nacht in Köpenick vor Ort. "Unser Einsatzauftrag aus der Nacht ist beendet; aktuell sind keine ehrenamtlichen Einsatzkräfte von uns mehr vor Ort im Einsatz. Wir bleiben aber in Bereitschaft", twitterten die malteser.

+++ 280 Feuerwehrleute im Einsatz - Kurzschlüsse befürchtet +++

Nach Angaben der Feuerwehr waren in der Nacht 280 Einsatzkräfte im Einsatz. Am Morgen waren noch 49 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr und zehn Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr im Einsatz. In der Nacht war die Feuerwehr vor allem damit beschäftigt, Notfallpatienten zu evakuieren. „Für das Alltagsgeschäft am Tag sind die Krankenhäuser gut gerüstet“, sagte Feuerwehrsprecher Björn Radünz. Die Freiwillige Feuerwehr besetzte die Fernmelderäume, um Notfälle aufzunehmen. Auch BVG und Taxiunternehmen könnten Notfälle weiterleiten, sagte der Feuerwehrsprecher.

Auch nach Ende des Stromausfalls werde die Feuerwehr vor Ort im Einsatz sein, falls durch Kurzschlüsse verursachte Brände zu löschen seien.

+++ Anwohner können Babynahrung aufwärmen +++

Alle Freiwilligen Feuerwehren im Bezirk Treptow-Köpenick waren die ganze Nacht besetzt. Große Nachfrage der Anwohner bestand vor allem nach warmen Wasser zur Aufbereitung von Babynahrung.

+++ Reparatur der Kabel ist schwierig +++

Wie ein Sprecher der Senatsverwaltung für Verkehr am Abend sagte, habe "eine Bohrung die wichtige Stromleitung zerstört". Es kam zum Ausfall des Umspannwerkes an der Landjägerstraße in Köpenick, sagte Olaf Weidner, Sprecher von Stromnetz Berlin. Die Reperaturen gestalten sich schwierig, da die Kabel dicht beeinander liegen und an einer schwer zugänglichen Stelle liegen, sagte eine Vattenfall-Sprecherin.

+++ Anwohner werden mit warmem Essen versorgt +++

Das Bezirksamt teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass Anwohner mit warmen Getränken und Essen versorgt werden.

+++ Köpenicker dürfen kostenlos die BVG benutzen +++

Wer vom Stromausfall betroffen ist, kann am Mittwoch kostenlos mit den Verkehrsmitteln der BVG fahren.

++++ Hier bietet das Bezirksamt Treptow-Köpenick eine Notbetreung an +++

  • Ein Einsatzleitwagen des Arbeiter-Samariterbundes steht seit 7 Uhr am Rathaus Köpenick und bietet Internet- und Telefonanschluss für die Anwohner an. Ansprechpartner des Bezirksamtes stehen für Fragen zur Verfügung.
  • Tagesbetreuung während des Stromausfalls in mit Strom versorgten Schulen
  • Anwohner ohne Strom- und Heizungsversorgung können tagsüber in mehreren mit Strom versorgten Schulen betreut werden. Folgende Schulen sind mit Strom versorgt und beheizt. Es kann jedoch keine Notversorgung mit Essen und Getränken gewährleistet werden.

+++ Das sind die Anlaufstellen für vom Blackout betroffene Anwohner +++

  • Archenhold-Gymnasium, Rudower Straße 7, 12439 Berlin, Tel.: +49 (30) 6360195
  • Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, Oberspreestraße 173, 12555 Berlin, Tel.: +49 (30) 6519788
  • Schule an der Wuhlheide, Kottmeierstr. 2-4, 12459 Berlin, Tel.: +49 (30) 5350178
  • Anna-Seghers-Schule, Radickestraße 43, 12489 Berlin, Tel.: +49 (30) 6774766
  • Heide-Grundschule, Florian-Geyer-Straße 87, 12489 Berlin, Tel.: +49 (30) 67822789

+++ Die Feuerwehr gibt Hinweise zum Verhalten bei Stromausfall +++

  • Fragen Sie auch Ihre Nachbarn, ob diese Hilfe benötigen

  • Vorsicht beim Umgang mit Kerzen - lassen Sie diese nicht unbeaufsichtigt

  • Sollte Ihr Telefonnetz betroffen sein, erhalten Sie in einem Notfall Hilfe bei Ihrer nächstgelegenen Feuerwache oder Polizeidienststelle.

  • Im Fall entladener Akkus Ihres Mobiltelefons erhalten Sie weitere Informationen per Radio - auch Ihr Autoradio steht Ihnen ggf. zur Verfügung

+++ Brand in Einfamilienhaus - Kerzen Ursache? +++

In einem Einfamilienhaus in Köpenick hat es am frühen Mittwochmorgen gebrannt. „Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand hat das Feuer nichts mit dem Stromausfall zu tun“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Bei dem Brand an der Tegernseestraße wurden demnach keine Menschen verletzt. Ein Bewohner konnte sich nach Angaben des Sprechers vor dem Eintreffen der Rettungskräfte selbst in Sicherheit bringen. Die Brandursache war zunächst nicht bekannt. Kerzen könnten als Auslöser für das Feuer gewesen sein, eine Bestätigung dafür steht noch aus.

+++ Strom-Kunden können Entschädigung beantragen +++

Kunden können eine Entschädigung beantragen. Dafür muss ein Formular auf der Internetseite des Unternehmens ausgefüllt werden.

+++ Reparaturarbeiten seit den Abendstunden +++

Der Energiekonzern Vattenfall arbeitet zusammen mit der Baufirma auch in der Nacht an der Reparatur. Dabei sind komplizierte Tiefbau- und Reparaturarbeiten erforderlich. Die beschädigten Kabelabschnitte mussten herausgeschnitten werden. Die Arbeiten sollen laut Vattenfall bis 15 Uhr am 20. Februar andauern. Dann wäre Köpenick 24 Stunden ohne Strom gewesen.

+++ Blockheizkraftwerke vom Netz - Heizungen bleiben kalt +++

Wegen des Blackouts seien auch die beiden Blockheizkraftwerke des Energieversorgers in Köpenick und Friedrichshagen vom Netz gegangen: "Die Wiederversorgung der rund 5000 betroffenen Haushalte mit Wärme kann erst nach der Wiederversorgung mit Strom erfolgen".

+++ 200 Feuerwehrleute und THW im Einsatz +++

"Das ist in der Tat außergewöhnlich", kommentierte der stellvertretende Berliner Landesbranddirektor die Situation in der "Abendschau" des Senders RBB. Insgesamt sind 200 Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort. Die Hilfsorganisationen sind mit 80 und das THW Berlin mit 45 Kräften im Einsatz.

+++ Polizei fährt in Köpenick vermehrt auf Streife +++

Die Polizei fuhr in der Nacht zu Mittwoch verstärkt Streife, um für mehr Sicherheit zu sorgen. "In der Gegend sind viele Streifenwagen unterwegs", sagte eine Sprecherin der Polizei. Vor allem vor Supermärkten zeigten die Beamten mehr Präsenz.

+++ Stromausfall hat Auswirkungen auf das Verkehrsnetz - Trams betroffen +++

Die Verkehrsinformationszentrale Berlin teilte auf Twitter mit, dass zahlreiche Ampelanlagen außer Betrieb seien.

Wegen des großflächigen Stromausfalls in Berlin-Köpenick sind drei Straßenbahnlinien auch am Mittwochmorgen unterbrochen. Die Linie 62 fuhr zwischen den Haltestellen Schlossplatz Köpenick und Wendenschloss nicht, wie eine Sprecherin des Unternehmens mitteilte. Eingeschränkt nutzbar waren demnach auch die Linien 68 und 27. Die BVG richtete einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Der Verkehrsbetrieb schloss außerdem eine Vereinbarung mit der Feuerwehr: Menschen, deren Telefone unterbrochen seien und die Hilfe brauchten, könnten sich an Busfahrer wenden - diese stünden in Kontakt mit der Leitstelle der Feuerwehr.

+++ Einschränkungen gibt es auf folgenden S-Bahn-Linien +++

Ausfälle und Einschränkungen gibt es wegen des Stromausfalls auch bei der S-Bahn.

  • Die Linie S45 verkehrt zwischen Südkreuz und Schöneweide.
  • Linie S8 verkehrt weiterhin nur zwischen Birkenwerder und Schöneweide.
  • Linie S85 verkehrt nur zwischen Pankow und Schöneweide.
  • Seit 7.15 Uhr verkehrt die Linie S46 wieder mit Verkehrshalt in Grünau. Der Schienenersatzverkehr zwischen Adlershof und Grünau wurde eingestellt. Die Linie S45 verkehrt nach 8 Uhr wieder nach Fahrplan.

+++ Köpenicker Schulen und Kitas bleiben am Mittwoch geschlossen +++

Der Schulträger von Treptow-Köpenick teilt am Dienstagabend mit, dass die Schulen - und auch die Kitas - am Mittwoch wegen des Stromausfalls geschlossen bleiben.

Die Schulen im Überblick:

Bohnsdorf

  • Fritz-Kühn-Schule, Dahmestraße 45, 12526 Berlin
  • Schule am Buntzelberg, Schulzendorfer Straße 112, 12526 Berlin

Grünau

  • Grünauer Schule, Walchenseestraße 40, 12527 Berlin

Köpenick

  • Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, Oberspreestraße 173, 12555 Berlin
  • Amtsfeld-Schule, Pablo-Neruda-Str. 8, 12559 Berlin
  • Bewegte Schule, Lindenstraße 26, 12555 Berlin
  • Emmy-Noether-Gymnasium, Pablo-Neruda-Straße 6-7, 12559 Berlin
  • Evangelische Schule, Grüne Trift 169, 12557 Berlin
  • Fil. Merian-Schule, Mittelheide 49, 12555 Berlin
  • Freie-Montessori-Schule, Köpenzeile 123, 12557 Berlin
  • Hauptmann-von-Köpenick-Schule, Borgmannstraße 2-3, 12555 Berlin
  • Merian-Schule, Hoernlestraße 80, 12555 Berlin
  • Müggelschlößchen-Schule, Alfred-Randt-Straße 56, 12559 Berlin
  • Schule an der Dahme, Glienicker Straße 24-30, 12557 Berlin
  • Schule in der Köllnischen Vorstadt, Rudower Straße 201, 12557 Berlin
  • Uhlenhorst-Grundschule, Wongrowitzer Steig 37, 12555 Berlin
  • Wendenschloß-Schule, Köpenzeile 123, 12557 Berlin
  • Grundschule Pfefferwerk, Grüne Trift 23d, 12557 Berlin
  • FLATOW-Schule

Müggelheim

  • Müggelheimer-Schule, Odernheimer Str. 28, 12559 Berlin

Schmöckwitz

  • Schmöckwitzer Insel-Schule, Adlergestell 776, 12527 Berlin

+++ Notstromaggregat ausgefallen - Intensivstation evakuiert +++

Weil die Störung in Köpenick und Umgebung seit Stunden anhält, richtete die Feuerwehr am nachmittag einen 20-köpfigen Krisenstab ein, da auch das DRK Klinikum Köpenick und zahlreiche Pflegeeinrichtungen im Bezirk vom Stromausfall betroffen sind. Das Krankenhaus Köpenick wurde zwar durch ein Notstromaggregat versorgt, doch der Betrieb lief stark eingeschränkt, geplante Operationen mussten für den Tag abgesagt werden.

„Lebensnotwendige Operationen wurden aber durchgeführt“, sagte eine Sprecherin. Auch die Intensivbetreuung sei gesichert. Für den Notfallbetrieb sei das Krankenhaus aber abgemeldet, Krankenwagen konnten das Haus in der Salvador-Allende-Strasse nicht mehr anfahren.

Am Abend gegen 21.55 Uhr fiel dann das Notstromaggregat dann ausgefallen. Das Licht im Krankenhaus ging immer wieder an und aus. daraufhin wurde die Intensivstation mit 19 Patienten evakuiert. Das THW fuhr zum Krankenhaus und unterstützte mit großen Notstromaggregatoren. An der Wendenschlossstraße gibt es eine Pflegeeinrichtung, in der auch Patienten mit Beatmungsgeräten wohnen. Am Abend wurden die Patienten in ein Krankenhaus gebracht.

+++ Menschen aus Fahrstühlen befreit +++

Zudem gab es tagsüber einige Einsätze wegen steckengebliebener Personen in Fahrstühlen, die befreit werden mussten.

+++ Mobilfunknetz und auch Festnetz vom Blackout betroffen +++

Auch das Mobilfunknetz und das Festnetz sind vom Stromausfall betroffen. Die Berliner Feuerwehr teilt beim Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass Personen mit Notfällen sich direkt an die nächstgelegene Feuerwache oder Polizeidienststelle wenden sollen.

+++ Diese Straßen sind vom Stromausfall betroffen +++

Adlergestell, Alfred-Randt-Str., Alsenzer Weg, Alt-Köpenick, Alt-Müggelheim, Am Amtsgraben, Am Gartenstadtweg, Am Langen See, Am Müggelberg, Am Schloßberg, Am Seddinsee, Argoallee, Asseburgpfad, Bachstr., Biebersdorfer Weg, Birkenstr., Bruno-Taut-Str., Buntzelstr., Charlottenstr., Dorfplatz, Dregerhoffstr., Drosselsteg, Duchrother Str., Eibseestr., Ekhofplatz, Enkenbacher Weg, Feldblumenweg, Finkeldeweg, Freiheit, Friedrich-Wolf-Str., Fritz-Kühn-Str., Gehrenweg, Geinsheimer Weg, Glienicker Str., Godbersenstr., Gosener Damm, Gosener Landstr., Grottewitzstr., Grünauer Str., Grünbergallee, Gründerstr., Grüne Trift, Grüne Trift am Walde, Hasenlauf, Hinter der Düne, Hirseländerweg, Hornbacher Weg, Höhensteig, Imkerweg, Jagen 20, Jagen 23, Johannes-Tobei-Str., Kablower Weg, Karlstr., Kietzer Str., Kleine Spechtstr., Kochelseestr., Krampenburger Weg, Köpenzeile, Landjägerstr., Lindenstr., Luisenstr., Mayschweg, Moßkopfring, Müggelbergplatz, Müggelheimer Damm, Müggelheimer Str., Müggelschlößchenweg, Neptunstr., Odernheimer Str., Pablo-Neruda-Str., Paradiesstr., Philipp-Jacob-Rauch-Str., Pohlestr., Pritstabelstr., Rabindranath-Tagore-Str., Regattastr., Rodenbacher Gang, Rohrwallallee, Rosenstr., Salvador-Allende-Str., Sandbacher Weg, Schappachstr., Schloßinsel Köpenick, Schmöckwitzer Damm, Schulzendorfer Str., Segewaldweg, Spechtstr., Sportpromenade, Strandschloßweg, Straße zum Müggelhort, Straße zum Müggelturm, Tauchersteig, Teichmummelring, Vetschauer Allee, Walchenseestr., Waldstr., Waltersdorfer Str., Wassersportallee, Wendenschloßstr., Wernsdorfer Str., Windwallstr., Zur Gartenstadt, Zur Nachtheide und Umgebung.

+++ Stromausfall am Abend auch in Steglitz und Tempelhof +++

Am späten Abend kam es auch in Steglitz und Tempelhof zu einem Stromausfall. Betroffen waren die Attilastraße, Sembritzkistraße und die Umgebung. Gegen 23.30 Uhr war die Stromversorgung wiederhergestellt.