Umleitung

Senat will gegen Verkehrschaos in Köpenick vorgehen

Die Salvador-Allende-Brücke in Köpenick bleibt gesperrt, neue Umleitungen sollen die Verkehrslage entspannen.

Ist nun komplett gesperrt: die Salvador-Allende-Brücke.

Ist nun komplett gesperrt: die Salvador-Allende-Brücke.

Foto: Gregor Fischer / picture alliance/dpa

Köpenick. Mithilfe eines geänderten Umleitungskonzepts will der Berliner Senat versuchen, die Verkehrslage in Köpenick zu entspannen. Seit der Ende Januar erfolgten Vollsperrung der maroden Salvador-Allende-Brücke war es in den vergangenen Tagen vor allem in der Köpenicker Altstadt und in Wendenschloß zu teils chaotischen Zuständen gekommen. Auch der öffentliche Nahverkehr kam durch die langen Staus fast zum erliegen.

Die Sperrung der baufälligen Brücke für den Autoverkehr müsse voraussichtlich bis Jahresende bestehen bleiben, teilte die Senatsverkehrsverwaltung am Freitag mit. Eine kurzfristige Behebung der Schäden oder eine Abstützungskonstruktion sei aufgrund des „komplizierten statischen Systems“ nicht möglich. Geplant ist nun ein Ersatzbau der aus zwei Brücken bestehenden Spree-Überführung. Mit der Fertigstellung des 1. Bauabschnitts sei bis Ende des Jahres zu rechnen, heißt es.

Neues Umleitungskonzept tritt ab Montag in Kraft

Senat, Bezirk, Verkehrslenkung, BVG und Polizei haben sich nun aber auf ein neues Umleitungskonzept geeinigt, dass ab Montag, also nach Ferienende, in Kraft treten soll. Demnach soll zum einen die Umleitung für die Autofahrer besser ausgeschildert werden. Entlang der gesamten Umleitungsstrecke, insbesondere zwischen Bahnhofsstraße und Zufahrt zum Stadion, sollen Park- und Halteflächen wegfallen.

Geplant ist zudem die Einrichtung eines Einfädelfahrstreifens auf der Spindlersfelder Brücke sowie einer Busspur zwischen der Wendenschloßstraße und Kietzer Straße. Im Bereich des S-Bahnhofs Köpenick soll die bestehende Busspur verlängert werden. Vorgesehen ist auch eine Einbahnstraßenreglung durch die Köpenicker Altstadt zu schaffen, damit der Autoverkehr in Richtung Norden besser fließen kann. Die Einbahnstraße beginnt laut Senatsverwaltung an der Kreuzung Landjägerstraße/Amtsstraße, führt dann über den Alten Markt, Lüdersstraße, Freiheit bis zum Kreuzungsbereich Freiheit/Lindenstraße.

Die BVG teilte mit, dass das Routenkonzept für die Buslinien X69, 169, 269 und N67 an die Verkehrslage angepasst wird. Die Senatsverwaltung fordert alle Verkehrsteilnehmer zu mehr gegenseitiger Rücksichtnahme für die Zeit der Brückensperrung auf. Zugleich wurden verstärkte Verkehrskontrollen angekündigt.

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