Bildung

295 Schulplätze fehlen im Sekundarbereich

In den letzten Jahren waren es 80. Es muss schneller gebaut werden, damit mehr Plätze zur Verfügung stehen, fordert Stadträtin Flader.

Nicht mehr jeder Schüler kann im nächsten Schuljahr auf einen Platz an seiner Wunschschule hoffen. 

Nicht mehr jeder Schüler kann im nächsten Schuljahr auf einen Platz an seiner Wunschschule hoffen. 

Foto: skynesher / iStockphoto

Der Bezirk wächst rasant. Wohnungen werden gebaut, doch so schnell kann die Infrastruktur gar nicht mitwachsen. Dazu gehören auch Schwimmhallen, Sportflächen und Kiezclubs. Allein 400 Kitaplätze werden gesucht, und in den Schulen ist der Platz ohnehin eng. Im kommenden Schuljahr fehlen in Treptow-Köpenick 295 Schulplätze im Sekundarbereich, so die Prognose im Bezirksamt. In den vergangenen Jahren waren es im Durchschnitt rund 80 Plätze, heißt es aus dem Büro der Schulstadträtin Cornelia Flader (CDU).

Zu viele Nachfragen bei zu wenig Plätzen. Dann muss man den Eltern erklären, dass ihr Kind keinen Platz im Bezirk bekommt. Das bedeutet lange Schulwege, die Zeit fehle dann oft für Anschlusstermine wie beispielsweise die Musikschule oder den Reitunterricht, so Flader. 60 siebte Klassen sind für das Schuljahr 2019/20 geplant - mit 1666 Schülern.

Flader hat sich in dieser „dramatischen“ Angelegenheit in einem Brief an Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) gewandt. Kritikpunkt: Es muss schneller gebaut werden, damit mehr Plätze zur Verfügung stehen. Es werde eher noch so sein, dass Eltern aus anderen Bezirken ihre Kinder in Treptow-Köpenick anmelden, befürchtet sie. Dafür gebe es zahlreiche Gründe, beispielsweise ein besonderes Schulprofil, die Schülerzusammensetzung oder die Lage der Schule an der Bezirksgrenze. Nur im Bereich der Gymnasien gäbe es bis jetzt ein kleines Plus von 30 Plätzen. Eine Antwort auf ihren Brief an Scheeres hat Cornelia Flader übrigens bislang nicht bekommen.

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