Jahrespressekonferenz

Sanierte Schulen, mehr Kitas und neue Wasserwanderrastplätze

Bezirksbürgermeister Oliver Igel und sein Team stellen die Planungen und Entwicklungen für den schnell wachsenden Bezirk vor.

Lösungen finden: Bezirksbürgermeister Oliver Igel mit Stadtrat Rainer Hölmer (r.) bei der Pressekonferenz.

Lösungen finden: Bezirksbürgermeister Oliver Igel mit Stadtrat Rainer Hölmer (r.) bei der Pressekonferenz.

Foto: BM/Gabriela Walde / BM gGabriela Walde

Berlin. Zur Begrüßung gibt es kleine „Fairtrade“-Schokoladenriegel, dazu einen Kaffee. „Alles Fairtrade“, sagt Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD), zumindest, was das Angebot für die Gäste in seinem Büro betrifft. „Ich hoffe, der Kaffee schmeckt gut?“ Am Sonnabend ist es soweit: der ganze Bezirk Treptow-Köpenick erhält den Titel Fair Trade Town. Für diese Auszeichnung sollte nicht nur der Kaffee des Bürgermeisters fair gehandelt sein, sondern mindestens 36 Geschäfte und Gastronomiebetriebe müssen einige ordentlich gehandelte Angebote nachweisen.

Der Bezirksbürgermeister und seine Stadträte hatten zur Jahrespressekonferenz ins Rathaus geladen. Im Mittelpunkt des schnell wachsenden Bezirkes steht neben dem Wohnungsbau die Berliner Schulbauoffensive, zahlreiche Gebäude des Bezirkes werden saniert, erweitert und/oder modernisiert.

Die Friedrichshagener Schule etwa bekommt ein Mehrzweckgebäude mit Mensa, die Merian-Schule erhält für rund drei Millionen Euro einen Neubau mit Aula, Mensa und Küche. Eine neue Grund- und Sekundarschule ist in Adlershof geplant. Kosten: rund 100 Millionen, noch allerdings steckt das Projekt im Abstimmungsverfahren. „Ich befürchte“, so Bezirksstaaträtin Cornelia Flader, „wir sind zu langsam“. Bedingt sei das durch den Rahmenvertrag mit der Howoge, die den Bau ausführt.

Zu wenig Kitaplätze im Bezirk

Angespannt sei die Lage bei der Verteilung von Kitaplätzen, erklärte Vize-Bürgermeister Gernot Klemm. Rund 400 Eltern seien mit dem Jugendamt in Verhandlung über einen Betreuungsplatz. Aktuell gibt es ein Angebot von 174 Kindertagesstätten, vor zwei Jahren waren es 148. Mit einem Angebot von knapp 12.400 Plätzen. 2494 Plätze seien derzeit in der Planungsphase. „Eine Daueraufgabe“, so Klemm.

Zu den neuen touristischen Projekten gehört der Auf- und Ausbau von zehn Wasserwanderrastplätzen im Bezirk, an den Standorten, darunter die Insel Berlin am Treptower Park oder die Regattastraße 249 soll es Ruhe- und Sitzmöglichkeiten geben, für Abfallentsorgung soll gesorgt werden.

Stadtrat Rainer Hölmer, zuständig für Stadtentwicklung, gab bekannt, dass die denkmalgerechte Sanierung des Treptower Park nahezu beendet sei, saniert wurde seit 2009. Wege wurden erneuert, Sondergärten entwickelt, ein Parkleitsystem entworfen, Toiletten angelegt. Kostenpunkt: rund 15 Millionen Euro. „Ohne EU-Fördermittel hätten wir diese Maßnahmen nicht finanzieren können.“ Ein Vorbild für das nächste große Vorhaben: die Neugestaltung der Wuhlheide, Hölmer rechnet mit einer ähnlichen Summe. „Auch hier benötigen wir EU-Mittel!“

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