Polizeistatistik

Kriminalitätsatlas: In Müggelheim ist es am sichersten

Der Ortsteil in Treptow-Köpenick kommt laut den Polizeidaten zur Verteilung von Straftaten innerhalb Berlins gut weg.

Der Müggelsee ist ein Erholungsgebiet - das sieht man auch in der Straftaten-Statistik.

Der Müggelsee ist ein Erholungsgebiet - das sieht man auch in der Straftaten-Statistik.

Foto: Sina Schuldt / dpa

Müggelheim. Im Bezirk Treptow-Köpenick liegt mit Müggelheim die sicherste der 138 Berliner Bezirksregionen. Mit einer Häufigkeitszahl von 3732 Straftaten (bezogen auf 100.000 Einwohner) ist die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, nirgendwo in Berlin geringer als dort. Müggelheim liegt südlich des Müggelsees und östlich der Müggelberge auf dem Köpenicker Werder.

Der Müggelsee ist ein beliebtes Seglerparadies und als Ausflugsziel vor allem bei Berlinern aus dem Osten beliebt. Im Vergleich zum Wannsee ist dieses Erholungsgebiet bei Weitem nicht so überlaufen. Dies schlägt sich auch im Kriminalitätsatlas nieder – in allen Deliktsbereichen weist Müggelheim sehr niedrige Zahlen aus und sticht in keinem Bereich hervor.

Alt-Treptow im oberen Drittel der Kriminalstatistik

Anders sieht das in Alt-Treptow (Häufigkeitszahl: 19.261) und Niederschöneweide (18.448) aus, die auch im berlinweiten Vergleich im oberen Drittel liegen. Beide Regionen sind auch Verkehrsknotenpunkte – was ein Grund für die vielen registrierten Straftaten ist. Alt-Treptow grenzt an Neukölln, Kreuzberg sowie an Friedrichshain und an den Plänterwald. In Niederschöneweide ist mit dem S- und Regional-Bahnhof zudem ein Einsatzschwerpunkt der Bundespolizei, bekannt für Jugendgruppengewalt und Graffiti-Straftaten.

Besonders dramatisch sieht die Lage bei Raubstraftaten aus. Hier liegt Alt-Treptow mit einer Häufigkeitszahl von 361 im Gesamtvergleich in der absoluten Spitzengruppe – nur am Kurfürstendamm, Tiergarten-Süd und in der südlichen Luisenstadt (Friedrichshain-Kreuzberg) ist die Wahrscheinlichkeit höher, Opfer einer Raubstraftat zu werden.

Auch bei den Kieztaten, also jenen Verbrechen, bei denen es einen räumlichen Zusammenhang zwischen Tatort und Wohnort des Täters gibt, liegt Alt-Treptow mit einer Häufigkeitszahl von 4452 Taten in der Spitzengruppe auf dem siebten Platz. Gleiches gilt beim Fahrraddiebstahl. Hier liegt Alt-Treptow mit einer Häufigkeitszahl von 2251 sogar auf dem dritten Platz. Dieses Bild setzt sich auch fort, wenn man weitere Delikte wie etwa Körperverletzung betrachtet.

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