Unfälle

Mahnwache für Rollstuhlfahrerin

Die Anwohner gehen nun selbst auf die Straße und demonstrieren in Rahnsdorf für mehr Verkehrssicherheit.

Symbolfoto

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Foto: Bertold Fabricius

Mehre Initiativen, darunter Changing Cities, Fuss e.V., das Netzwerk Fahrradfreundliches Treptow-Köpenick und VCD Nordost rufen am Mittwoch (17.30 Uhr) zur Mahnwache zum Gedenken an die 91-jährige Rollstuhlfahrerin auf. Der Ort: Fürstenwalder Allee Ecke Fahlenbergstraße. Die alte Dame wurde im August von einem Kfz-Fahrer in Wilhelmshagen - auf einem Zebrastreifen - angefahren.

Sie erlag Wochen später ihren Verletzungen. Die Anwohner gehen nun selbst auf die Straße und demonstrieren für mehr Verkehrssicherheit. Viele berichten von gefährlichen Situationen. Für sie ist die Sicherheit an der viel befahrenen Fürstenwalder Allee nicht gegeben. Im Falle der Seniorin im Rollstuhl kam es beim Überqueren der Fürstenwalder Allee zur Kollision mit einem von links kommenden VW. Sie ist die dreizehnte Fußgängerin, die dieses Jahr in Berlin getötet wurde.

„Dieser tödlicher Unfall zeigt erneut, dass wir im Straßenverkehr gerade die Schwächsten schützen müssen: Ältere, Kinder und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. In der Planung öffentlicher Straßenräume müssen wir endlich abkommen vom Kfz-Verkehr als Maß aller Dinge, hin zu mehr Sicherheit und Aufenthaltsqualität für alle”, fordern die Organisator. Mit einer Ampel, Fahrbahnverschwenkungen oder einem Kreisverkehr könnten zu hohe Geschwindigkeiten weitgehend verhindert werden. Zum Gedenken an die Verunglückte wollen die Organisatoren einen weißen Rollstuhl am Ort der fahrlässigen Tötung auf.

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