Gewalt in Berlin

"Reichsbürger" prügelt Polizisten und fordert "Legitimation"

Zwei Polizisten konnten den aggressiven, aus der Nase blutenden Mann in Treptow nicht überwältigen. Das gelang erst mit Verstärkung.

Immer wieder versuchte der Mann im gelben T-Shirt (hier am Boden liegend), zuzuschlagen

Immer wieder versuchte der Mann im gelben T-Shirt (hier am Boden liegend), zuzuschlagen

Foto: Morris Pudwell

Gegen 2.15 Uhr kam es in der Nacht zu Sonnabend zu einer Schlägerei an einem Imbiss an der Baumschulenstraße Ecke Kiefholzstraße in Treptow. Ein Mann schlug immer wieder auf andere Personen ein. Zwei zum Tatort eilende Polizisten konnten den aggressiven Mann zunächst nicht überwältigen, er versuchte weiterhin, auf andere einzuschlagen. Erst als vier weitere Polizisten als Verstärkung hinzukamen, gelang es, ihn ruhigzustellen.

Der Angreifer war auch der Polizei gegenüber aggressiv, fragte nach "Amtsausweisen" und forderte "Legitimieren Sie sich". Dieses Verhalten gilt als typisch für selbsternannte "Reichsbürger", die die Legitimation der Bundesrepublik Deutschland infrage stellen und sich als Bürger eines angeblich weiterbestehenden "Deutschen Reichs" sehen. Der Mann, der sich massiv gegen die Polizisten zur Wehr setzte, blutete aus der Nase. Als ein Rettungswagen vorfuhr, wollte er sich nicht behandeln lassen und weigerte sich weiterhin, sich auszuweisen. Als Polizisten ihm Handschellen anlegten, schrie er weiter. Augenscheinlich waren die an der Schlägerei beteiligten Personen alkoholisiert.