Sperrbezirk

Tierseuche in Neukölln: Honigbienen an Faulbrut erkrankt

In einer Bienenhaltung in Neukölln ist eine Seuche ausgebrochen. Für den Bezirk Treptow-Köpenick wurde ein Sperrbezirk festgelegt.

Bienen sind auf einer Bienenwabe zu sehen. Die Amerikanische Faulbrut befällt Larven.

Bienen sind auf einer Bienenwabe zu sehen. Die Amerikanische Faulbrut befällt Larven.

Foto: dpa

Das Bezirksamt Treptow-Köpenick meldet, dass in einer Bienenhaltung im Bezirk Neukölln, Ortsteil Rudow, die Amerikanische Faulbrut ausgebrochen ist. Die auch als Bienenpest bekannte Krankheit kann ganze Völker ausrotten. Verursacht wird sie durch ein Bakterium namens Paenibacillus larvae. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich.

Stadtimker Norman Linke setzt sich für die Rettung der Honigbienen ein

Für die Larven der Bienen ist sie jedoch hochansteckend und muss gemeldet werden. Für Treptow-Köpenick hat das Bezirksamt einen Sperrbezirk festgelegt. Die Grenzen sind: Westen: NSG Wasserwerk Johannisthal; Norden: Springbornstraße – Akeleiweg; Osten: Verbindungslinie Ende Akeleiweg zum Teltowkanal; Süden: Teltowkanal.

Darüberhinaus legt das Bezirksamt folgende Schutzmaßnahmen fest:

  • Alle Bienenvölker und Bienenstände im Sperrbezirk sollen amtstierärztlich untersucht werden. Die Untersuchungen sind kostenlos. Sind Bienenvölker an der Faulbrut erkrankt, ist die Untersuchung frühestens zwei und spätestens neun Monate nach Tötung oder Behandlung der verseuchten Tiere zu wiederholen.
  • Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden.
  • Es dürfen keine Bienen oder Waben den Sperrbezirk verlassen oder in diesen gebracht werden.