Flüchtlinge in Berlin

CDU-Kreis-Chefin wehrt sich gegen Kritik an Demo-Teilnahme

Katrin Vogel tritt bei einer Demo gegen eine Flüchtlingsunterkunft in Altglienicke auf. Auch NPD-Mitglieder sind anwesend.

Ein Containerdorf in Buch kurz vor der Fertigstellung

Ein Containerdorf in Buch kurz vor der Fertigstellung

Foto: Frank Lehmann

Mit ihrem Auftritt bei einer Demonstration gegen Flüchtlingsunterkünfte in Altglienicke hat die CDU-Kreisvorsitzende von Treptow-Köpenck, Katrin Vogel, Kritik geerntet.

Bei der Kundgebung am Montag waren laut Polizei auch NPD-Mitglieder anwesend. Die Teilnehmer demonstrierten gegen den Bau eines Containerdorfs für 500 Flüchtlinge am Bahnweg Ecke Molchstraße

Grünen-Fraktionschefin Ramona Pop sagte dem "Tagesspiegel": "Wie tief ist die Berliner CDU bloß gesunken, dass sie Seit an Seit mit Rechten gegen Flüchtlinge mobilisiert. Es zeigt, wie groß die Verzweiflung angesichts sinkender Umfrageergebnisse in der Berliner CDU ist." CDU-Spitzenkandidat Frank Henkel müsse sich klar äußern, ob "Fischen am rechten Rand zur Wahlkampfstrategie gehört".

Vogel reagierte auf die Kritik bei Twitter: "Es war eine Demo der Bürger vor Ort. Kann sich offensichtlich keiner vorstellen. Keine rechte Demo und auch keine der CDU. Ist so!"

In einem weiteren Tweet schrieb sie: "Echt traurig, wenn man sich den realen Problemen vor Ort nicht stellt und billige Polemik macht."

Zuvor hatte die CDU-Kreisvorsitzende via Facebook für die Veranstaltung geworben und geschrieben: "Wir werden nicht sehen, wie unser Kiez kaputt gemacht wird."