Vorkaufsrecht

Mieter Hohenfriedbergstraße 11 vor Verdrängung geschützt

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg hat zum dritten Mal in diesem Jahr sein Vorkaufsrecht ausgeübt. Baustadtrat Jörn Oltmann sagt, warum.

Jörn Oltmann (Grüne), Stadtrat für Bauen und Stadtentwicklung in Tempelhof-Schöneberg, will Mieter schützen.

Jörn Oltmann (Grüne), Stadtrat für Bauen und Stadtentwicklung in Tempelhof-Schöneberg, will Mieter schützen.

Foto: Gudrun Mallwiitz / Gudrun Mallwitz

Berlin. Die Mieter der Hohenfriedbergstraße 11 in Schöneberg sind ab sofort besser vor Verdrängung durch energetische Luxussanierungen und Umwandlung in Wohnungseigentum geschützt. „Wir haben damit das Vorkaufsrecht in diesem Jahr zum dritten Mal ausgeübt“, sagte Jörg Oltmann (Grüne), Baustadtrat von Tempelhof Schöneberg am Mittwoch. In elf weiteren Fällen wurden Abwendungserklärungen abgegeben beziehungsweise Abwendungsvereinbarungen geschlossen.“

20 Wohnungen betroffen

Von der Ausübung des jetzt ausgeübten Vorkaufsrechts zugunsten der städtischen Wohnungsbaugesellschaft "Stadt und Land" profitierten 20 Wohnungen in der Hohenfriedbergstraße. Das Verfahren sei aber noch nicht bestandskräftig abgeschlossen, so Oltmann.

Oltmann: Käufer gab keine ausreichende Erklärung ab

Trotz ausführlicher Hinweise des Bezirksamtes habe der Käufer keine ausreichende Abwendungserklärung abgegeben, so der Bezirksstadtrat. Er fügte hinzu: „Wie das Verwaltungsgericht Berlin erst kürzlich entschieden hat, braucht sich das Bezirksamt nicht mit ungenügenden Erklärungen zufrieden zu geben. In einem solchen Fall kann das Vorkaufsrecht ausgeübt werden. Und das haben wir getan.“

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