Wochenendtipps

Fotos, Gedenken, Spiel: Das ist los in Tempelhof-Schöneberg

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In der Volkshochschule am Barbarossaplatz in Schöneberg eröffnet am Sonnabend eine Fotoausstellung.

In der Volkshochschule am Barbarossaplatz in Schöneberg eröffnet am Sonnabend eine Fotoausstellung.

Foto: dpa Picture-Alliance / Schoening Berlin / picture alliance / Arco Images

Drei Empfehlungen für das Wochenende in Tempelhof-Schöneberg. Ein Angebot richtet sich ausschließlich an Frauen.

Berlin.  Tempelhof-Schöneberg hat viele besondere Ecken. Und eine davon wird ab Sonnabend in einer Fotoausstellung gewürdigt. Was sonst noch los ist im Bezirk hat die Berliner Morgenpost zusammengetragen. Unsere drei Tipps zum Wochenende.

Fotoausstellung in der Volkshochschule

100 Schwarzweiß-Fotos hat der Filmemacher und Fotograf John Kolya Reichart für die Ausstellung „Eisenacher Hundert – Gesichter einer Straße“ geschossen. Und der Titel deutet es bereits an: Getroffen hat er dafür 100 verschiedenen Menschen, alle abgelichtet in einer einzigen Straße. Denn entstanden sind die Porträts allesamt in der Eisenacher Straße in Schöneberg.

Zugrunde liegt der Ausstellung eine besondere Idee: „Für jedes Lebensjahr von eins bis 100 steht eine Person. So erzählt das Projekt in 100 Schwarzweiß-Porträts und persönlichen Texten ein langes Menschenleben, zusammengesetzt aus vielen unterschiedlichen Biographien“, erklärt dazu die Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg.

Die Schau wird in den Räumen der Volkshochschule am Barbarossaplatz gezeigt. Die Einrichtung befindet sich passenderweise in der Eisenacher Straße. Am Sonnabend wird die Ausstellung eröffnet. Zu hören sein wird auch eine Audiocollage aus den Interviews der Porträtierten.

„Eisenacher Hundert – Gesichter einer Straße“, 21.1., 16 Uhr, Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg, Barbarossaplatz 5, 10785 Berlin, Montag bis Freitag, 8.30 bis 20.30 Uhr, Samstag und Sonntag, 9.30 bis 17 Uhr, Galerie im 1. Obergeschoss, Eintritt frei, zu sehen bis zum 31.3., Anfahrt: U7 Eisenacher Straße

Holocaust-Gedenktag

Anlässlich des Holocaust-Gedenktags am 27. Januar finden in Berlin zahlreiche Veranstaltungen statt. In der Kirche Zum Heilsbronnen in Schöneberg wird der Gräueltaten der Nationalsozialisten bereits eine knappe Woche früher, am Sonntag, gedacht. Im Fokus steht das Schicksal von Marianne Cohn. Überschrieben ist der Abend mit „Die unbeugsame Marianne Cohn und ihre ungeklärte Ermordung“.

Cohn (1922-1944) war Kinderfürsorgerin und galt als Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime. Sie opferte ihr Leben, um jüdischen Kindern bei der Flucht zu helfen. Das Manöver scheiterte jedoch und Cohn wurde zusammen mit den Kindern in ein Gefängnis gebracht. Dort fand man sie eines Tages tot unter einem Leichenberg. Wie sie ermordet wurde, ist bis heute nicht vollständig geklärt.

Die Veranstaltung findet als Rahmenprogramm der Dauerausstellung „Wir waren Nachbarn“ statt, die im Rathaus Schöneberg zu sehen ist.

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„Die unbeugsame Marianne Cohn und ihre ungeklärte Ermordung“, 22.1., 18 Uhr, Kirche Zum Heilsbronnen, Heilbronner Straße 20, 10779 Berlin, Eintritt frei, Anfahrt: U4 Viktoria-Luise-Platz

Doppelkopf-Turnier

Kartenspielerinnen finden sich am Sonnabend am besten im Frauentreff „Begine“ in Schöneberg ein. Dort findet ab 18 Uhr wieder eines der Doppelkopfturniere statt. Vorkenntnisse wären hilfreich, um einen der Preise zu ergattern. Der Treff ist auch unter der Woche von Montag bis Freitag ab 17 Uhr geöffnet, sonnabends ab 19 Uhr, sonntags wechseln die Öffnungszeiten je nach Programm.

Doppelkopfturnier, 21.1., 18 Uhr, Begine – Frauentreff, Potsdamer Straße 139, 10783 Berlin, Eintritt frei, Anfahrt: U2 und U3 Bülowstraße

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